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roës ') genanut, geb. zu Cordova 1126 f in Maroeco 1193. Er war Zeitgenosse des Ibn Tufail, der ihn sehr begünstigte. Averroës studirte die im Islam auf den Koran begründete Rechtswissenschaft und war Richter in Sevilla und Cordova. Zu seiner Zeit fiel das Reich der Almoraviden durch die Dynastie der Almuhaden 1146, die sich das nordwestliche Afrika und muslimische Spanien unterwarfen. Averroës stand in Gunst bei dieser Dynastie. Averroës hatte nicht das Streben ein besonderes System der Philosophie aufzustellen, sondern er fasste, als sein Ziel, die Commentirung der Werke des Arist. ins Auge. Sein Commentar zum Arist. wurde lat. übersetzt und gedruckt Venet 1500, 1550, 1560 und galt der Streit ob Averroës oder Alexander Afrodisias der bessere Interpret des Stagiriten sei, denn der Letztere war in den früheren Jahrhh. die Quelle des philos. Studiums. Wie viele Dunkelheit entstanden freilich bei den Averroïsten aus der Weise des Orientalen immer nur den allgemeinen Sinn zu paraphrasiren und nicht genau grammatisch zu übersetzen.

Averroës stellt vielfach die Lehre des Avempace wieder her (Renan p. 11) und huldigt er der seit Alf. allen arab. Philosophen eignen Emanationslehre. Zwischen dem unbewegten Urbeweger und der, in einer stets umkreisenden Bewegung befindlichen, Sphaerenwelt waltet von Sphaere zu Sphaere bis in die sublunarische Welt hinein die Urkraft als ein Erguss des Urprincips.

Averroës nimmt die alte Fehde, die im Islam zwischen der Lehre von der alles absolut bestimmenden Allmacht

I) Vgl. E. Renan Averroë3 et TAverroïsme, Paris 1852. Mank 435. Prautl. Gesch. d. Logik II, XVI. Wüstenfeld No. 191. Heinze-Uberzug.

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