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man den Begriff vom Gegenteil erkennt. Das Gegenteil eines Dings ist das von dem Ding sich so Unterscheidende, dass dasselbe nimmer das Ding selbst werden kann. Nicht alles, sich von einem Ding Unterscheidende, ist sein Gegenteil, auch ist nicht alles, was nimmer jenes Ding werden kann, sein Gegenteil, vielmelir inuss dies jenem so widerstreiten, dass das Eine das Andre vernietten und, wo sie immer zusammentreffen, verderben muss. Es gilt also von einem leden der Beiden, dass, wenn es sich da befindet, wo das Andre vorhanden ist, es dies Andre zunicht macht, oder dies Andre, da wo es bisher war, des halb vergeht, weil dies Andre in dem, worin das Erste war, sich vorfindet. Dieser Satz gilt allgemein für ein jedes Ding, das möglicherweise ein Gegenteil haben kann.

Ist nun Etwas das Gegenteil von einem Andern in seinem Tun, aber nicht in seinen übrigen Zustanden, so ist nur das Tun beider so beschafien (einander aufhebend). Stehn Beide in ihrer Qualitat mit einander im Gegensatz, so gilt obiges nur für diese, stehn sie endlich in ihrer Substanz im Gegensatz, so ist diese also beschafien.

Hatte nun «der Erste» ein Gegenteil, würde er zu diesem sich so verhalten und müsste ein jeder der Beiden verdorben werden können. Es könnte dann «das Erste» von seinem Gegenteil vernichtet werden und zwar in seiner Substanz, das ist aber unmöglicb. [8] Denn dann würde sein Bestand und Verbleiben nicht in seiner Substanz beruhen, vielmehr ware seine Substanz ungenügend um vorhanden zu bleiben , auch ware dieselbe nicht dazu genügend irgend ein Ding entstehn zu lassen, vielmehr würde dies auf etwas anderem beruhen. Was aber möglicherweise nicht ist, kann unmöglich ewig sein und das, dessen Substanz

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