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sere Erfassung desselben nicht deshalb so schwierig, weil die Schwierigkeit in seinem Sein laege, sondern deshalb, weil die Krafte unseres Geistes so schwach sind, können wir ihn nur schwer vorstellen. Somit sind die Intelligibilia (Geistbilder) in uns so mangelhaft und unsere Vorstellung davon so schwach [13]. Das kann nun auf zwei Arten stattfinden. Einmal könnte von seinem Wesen her es unmöglich sein, dass er vollstandig vorgestellt und gedacht würde und zwar wegen der Schwache seines Seins und wegen der Mangelhaftigkeit seines Wesens und seiner Substanz, oder aber es steht zwar frei, ihn vollstandig und vollkommen vorzustellen und zu denken, jedoch ist unsere Einsicht und sind die Krafte unseres Geistes daran gehindert, weil sie so schwach sind und der Substanz dieser Sache so fern stehn, dass wir ihn nicht so vollstandig und so vollkommen, wie er ist, uns vorstellen können.

Von diesen beiden Arten steht nun eine jede auf dem aüssersten Ende des Seins, der andern gegenüber, und steht die eine auf der höchst volkominenen, die andere auf der höchst mangelhaften Stufe.

Da wir nun mit dein StofF umkleidet sind, so muss dies die Ursache davon sein, dass unsere Substanz eine solche ist, dass sie von der Ursubstanz weit absteht. Sobald unsere Substanz ihm naher steht, ist unsere Vorstellung von ihm vollendeter, sicherer und wahrer. Denn so oft wir naher daran sind uns vom Stoff zu trennen, ist auch unsere Vorstellung von Gott vollstandiger. Wir kommen ihm aber nur dadurch naher, dass wir zum actuellen Geist werden. Wenn wir uns aber vom Stofif ganz trennen, wird das Intelligibile (GeistbildJ von ihm in unserem Geist möglichst vollkommen.

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