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licheres, was der Mensch noch erreichen könnte. Das freiwillentliche Tun, welches dazu dient das Glück zu erreichen besteht in guten Werken. Die ausseren und inneren Anlagen, aus denen dieses Tun aber hervorgeht, sind nun die Tugenden. Diese sind gut nicht etwa schon wegen ihres Wesens, sondern dieselben sind gut wegen des Glücks. Dagegen sind die Handlungen, die am Glück hindern, Frevel, d. h. schlechte Werke. Die inneren und ausseren Eigenschaften aber, von denen dieses Tun ausgeht, heissen Laster (Defecte) und sind sie schimpflich und gemein.

XXIII8. Die Krafte und ihr Dienst.

Die Nahrkraft im Menschen ward dazu gesetzt um dem Leibe zu dienen, die Sinnes- und die Vorstellungskraft aber um sowohl dem Leibe als auch der Denkkraft zu Dienst zu stehn. Der Dienst, den alle drei dem Leibe leisten, gebt zurück auf den Dienst der Denkkraft, [47] da ja der Bestand der Denkkraft zunachst auf dem Leib beruht. Die Denkkraft zerfallt in eine practische und eine theoretische. Die practische ward dazu bestimmt der theoretischen zu dienen, die theoretische Kraft aber dient keinem Andern, vielmehr ist sie dazu da um zum Glück zu führen. Alle diese Krafte sind verbunden mit der Hangkraft (Instinct) und dient diese sowohl der Sinnes-, als der Yorstellungs-, als der Denkkraft und können die dienenden, erfassenden Krafte weder ihren Dienst noch ihr Werk verrichten, es sei denn vermittelst der Haugkraft. Denn weder die Sinne noch die Yorstellung noch die LJeberlegung genügen zur Tat, es sei denn es verbinde sich damit die Sehnsucht nach dem, was man wahrnimmt, vorstellt, überlegt und weiss. Denn der

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