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hat, so ist die Vorstellungskraft allein für sich und ist sie noch leer von den Grundzügen des Wahrnehmbaren, welche sonst die Sinne ihr immerfort zu führen, [48] zugleich ist sie frei vom Dienst der Denk- und Hangkraft und kehrt sie dann zu dein Wahrgenommenen zurück, das iu seinen Grundzügen bei ihr als wohl zu bewahren und bleibend aufgespeichert ward. Sie wirkt dann an diesem, indem sie eins zum andern fügt oder eins vom andern trennt. Sie übt endlich zu der Aufbewahrung von den Grundzügen des Wahrnehmbaren, und dem Zusammenfügen des Einen mit dem andern noch ein drittes Tun aus, das ist die Nachahmung. Diese Kraft ist neben den übrigen Seelenkraften ihr noch speciell eigen und ist die Vorstellungskraft dadurch im Stande das Wahrgenommene, das bei ihr aufoewahrt blieb, nachzubilden. Bisweilen tut sie dies durch die fünf Sinne, sofern sie das bei ihr aufbewahrte Wahrgenommene zusammenfügt und dies nachbildet, bisweilen ahmt sie aber dem Geistigen nach, bisweilen der Nahr- bisweilen der Hangkraft. Auch bildet sie die Mischung nach, welche dem Leibe dabei zustiess. Fand sie die Mischung als eine feuchte vor, ahmt sie der Feuchtigkeit dadurch nach, dass sie die dem Feuchten entsprecheude sinnliche Wahrnehmung nachbildet, so Wasser und Schwimmen. Ist dagegen die Mischung des Körpers eine trockene, bildet sie die Trockniss des Körpers in dem Wahrnehmbaren nach, welches die Trockniss darstellt, und gilt dasselbe von der Hitze und Kalte des Leibes, wenn namlich zufallig zu irgend einer Zeit die Mischung des Leibes heiss oder warm ist.

Auch ists möglich dass, wenn diese Kraft als eine Anlage oder Form im Leibe besteht, der Leib, der in irgend einer

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