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Petron 39 und die Astrologie

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Libra, Capricornus, Aries und Cancer nun, hatte eitiet besotiders mit dem Sternbilde Virgo zu schaffen.

Einer dieser Punkte, Punkt Libra, der Herbstpunkt, lag in dem Bilde der Virgo.

Wir müssen namlich gut einen Unterschied mach en zwischen den gleichbenannten „Punkten" und Sternbildern; in casu zwischen dem Punkte Libra und dem Sternbilde Libra.

Der Name „Punkt Libra (Aries u.s.w.) datiert aus der Zeit, daB wirklich die gleichbenannten Punkte fielen innerhalb der Zeichen desselben Namens, Libra im Bilde Libra, Aries im Bilde Aries u.s.w. mit andern Worten als der eine Schneidepunkt des Aquators mit der Ecliptica innerhalb jenes Teilesder ecliptica fiel, wo das Bild der Libra sich ausstreckte.

Wahrend nun die Ecliptica fest und unverandert bleibt, dreht der Aquator mit seinem Pol mit, sodaB sich der Schneid e p u n k t dieses Aquators mit der Ecliptica, das Aquinoctium, fort wahrend verlegt, wenn auch auBerst langsam und unbemerkbar.

Jedes Jahr verlegt es sich ^ 50", sodaB es ungefahr 26000 Jahre in Anspruch nehmen würde, um einmal die ganze Sonnenbahn zu durchwandeln. Um e i n Sternbild zu durchwandeln (was ein zwölfter Teil der ecliptica einnimmt) hat es also ± 2200 Jahr nötig.

Der Punkt Libra nun, d. h. das Herbstaquinoctium, hatte in Manilius Zeit so viel weitergeschoben, daB es eben auBerhalb des Sternbildes Libra gekommen, sich verlegt hatte, i m Anfange des Sternbildes Virgo.

Und bis auf unsere Zeit, wir leben ja noch keine 2200 Jahr nach Manilius, steht er noch im Bilde Virgo, sei es auch ganz am andern Ausgange. Diese Tatsache der Verlegung, nennt man die Prazession der Aquinoxen.

Die Prazession war Aratus unbekannt, dem Hipparchus kommt die Ehre zu sie, wenigstens hypothetisch, entdeckt zu haben; und erst Ptolemaeus hat sie tatsachlich bewiesen1). Ob nun Manilius die Tatsache der „Prazession" gekannt hat,

*) Edm. Hoppe. Mathem. u. Astr. im Klass. Altert. 1911. Vergl. aber auch: W. Otto, Kulturgesch. d. Altert. 1925 p. 160.