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Petron 39 und die Astrologie

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er keinen Gegner anführt, der das Gegenteil behauptet1), und wie wir in den philosophischen Auseinandersetzungen in diesem Roman den Gedanken und die Auffassung des Autors selbst kennen lernen: so finden wir Petronius' Abneigung und Geringschatzung der Rhetorik unverholen in Encolpius' scharfer Ironie ausgedrückt.

„C'est sa propre doctrine, que Pétrone a mise dans sa bouche (sc. Encolpii), lorsqu'il blame la méthode des rhéteurs a la mode" 1).

So urteilt auch M. Schanz:

„Die Hohlheit der Rhetorenschulen mit ihren unnatürlichen Übungen lag zu offenkundig vor. Verstandige Manner hielten auch nicht mit ihrer Meinung zurück. Petronius fügte in seinem Roman eine scharfe Charakteristik der Deklamatoren ein, u.s.w." 2).

Übrigens Tacitus hatte bereits das Thema in seinem „Dialogus de oratoribus" berührt. Und Quintilianus fing seine Schriftstellerlaufbahn mit der Schrift: „De causis corruptae eloquentiae" an. Der Rhetor Agamemnon in Petronius' Roman, der Angegriffene, macht denn auch keine Versuche den Beschuldigungen zu widersprechen und die Rhetorik zu verteidigen. Er gibt den Verfall vollkommen zu, nur schiebt er die Schuld hiervon von den Rhetoren, auf das Auditorium ab. — Die Geschmacklosigkeit des Publikums erfordert nun einmal solch hohle Phrasenmacherei und wer diesem Geschmacke nicht Folge leistet „setzt sich der Gefahr aus vor leeren Salen zu reden." „Nam nisi dixerint, quae adulescentuli probent, ut ait Cicero, soli in scholis relinquentur" (Sat. c. 3 § 2). „Le grand secret c'est, qu'il faut hurler avec les loups: il faut plaire aux parents, il faut plaire aux élèves 3)."

Das Auffallende bei dieser ganzen Tirade auf die Rhetoren ist nun, daB Petronius die Redner Encolpius und Agamemnon Bilder und Ausdrücke gebrauchen laBt, die die Rhetorik mit der Kunst der Speisebereitung, der Kochkunst vergleichen; mit Mahlzeit halten an den

') Cfr. j. Le Coultre. Notes sur Pétrone p. 330. „Ensuite si Pétrone ne professait pas les idéés qu'Eumolpe exprime sur la peinture et sur la poésie, il lui aurait suscité un contradicteur; nous n'en trouvons pas; nous pouvous donc penser, que les élucabrations philosophiques que nous trouvons dans le roman, étaient 1'expression de la pensée de 1'auteur."

') M. Schanz. Gesch. d. Röm. Litt.! II. 2. § 482.

') P. Thomas. Le réalisme dans Pétrone p. 22.

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