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das oft vergessen mussen und nlcht Lben dürfen, waS Du an der Saule der Starke gelernt haktest, weil die Be« scheidenheit mit ihrem Zurücktreten, die Sanftmuth mit ibrcr Gelassenheit, der Friedliebende mit seinem Nachgeben, der Offene mit seinem schlichten, onverfanglichen Worte der Krast und Klugheit zu ermanqeln scheine, oder Der Dir kleinlich vorkomme und sein Wesen zwang, voll, welcher am Kleide den Fleck, in der Freude den unanstandigen, Scherz, beim ausgesprochenen Tadkl den verletzenden Spott sorgsam vermeidet? O» dann bist Du in einem argen Jrrthum befangen, auf jene Tugenden zu verzichten; darin zeigt sich keine Kraft, wohl ober gehort sie dazu, sie darzustellen im Leben, unausgesetzt nach ihnen zu ringen und über Deinen Worten und Deincm Benehmen so zu wachen, datz sie Deiner Mcnschenwürde angemc.ssen seyen und Achtung vor Deinen Brüdern verrathc. So zu handeln, ist mannlich und des freien Mannes würdig. Oder meinst Du etwa, da müsse es zwangvoll zugehen, wo das Wort gewogen und das Benehmen sorgsam abgemessen werde? Wohl, doch eben da^ Du unter solchein ^Zwaiige lcidest, das zeigt, datz Du noch nicht zur rechten Freiheit gelangt bist; dulde nur also diesen Zwang, lege Dir ihn selbst auf, hast Du ihn lange genug getragen, hast Dich willig ihm gcfügt, so wird er unter eine Lebensregel Dich gestellt haben, die Dein Leben veredelt und Dich sur die Werbintling niil guten, edlen Menschen tuchtig und ihnen werth und theuer macht. Das fordert, das verheitzt Dir jene Saule; mit Schönhcit wird sie Dein Werk zieren, ivenn Du. mii ernsten Entschlüssen an ihr stehst und an die gesatzten dcnkst, auch wenn Du sern von ihr in Deincm Beruse, in Deinem Hause und in welcher Werbindung, welchem Kreise, welchem Verhaltnist «s auch sey, Dein Werk betreibst.

Ia, wir Alle, meine Br.Br., die wir so oft schon jene bedeutungsvolle Stimme an dieser Saule horten, wir wollen sie auch heute und alle Zeit wiedertönen las»' sen in unseren Herzen und ihr Einflust verstatten auf

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