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gaben unserer kêmglichen Kunst gewist nicht der leichtesten eine, und es kann nicht Beruf deS LehrlingS seyn, sie zum Gegenstande seiner ersten schwachen Versuche zu niachkn, ehe er noch des Planes zu dem grotzen Bau» wcrke, zu dessen Földerung wir Alle mit Wort und That mitwirken sollen, der einzelnen Theile desselben, welche des ArbeiterS harren und sur welche gerade seine geringe Krast ausreicht, deS passendsten Stoffes, der rechten Formen und der kunstgerechteu Handhabung der bereitliegenden Werkzcuge kundig ist. Doch durste ihm ouf der andern Seite auch die Ausforderung nahe liegen, Rechenschaft zu gcben von Zeit zu Zeit übcr das, waS in Bezichung aus seine Kunst und auf seinen Maurerberuf, waê beim Anblicke der seiner unkundigen Hand anvertrauten Werkzcuge seine Secle bewegt, über die Anfanqe und ersten Ncgungen maurerischen Denkcns unv Empfindens; denn sollen die erfahrenercn Br.Br. mit Thkilnahme und sorgsamer Nachhülfe daS Wachsthum maurerischer Gesinnung und maurerischer Tüchligkeit in jeder Hknsicht beim jüngeren Br. im Auge behalten und sördern.d und zeitigend daraus einwirken, so mussen ihrcm Auge auch die ersten Keime deS im Jnnern des Lehrlings aufsprossenden Saamens sicht« dar scyn.

Darum scheint es mir, daff eZ dem angehenden Freimauier am meisten sromme, sein eigenes JnnersteS in der Vcrsammlung der Br.Br. zu entbüllen, die Ein» drücke, welche das Maurerthum allm^lig in ihm hervorbringt, zu schildern und die aufsprossenden Gedankcn und Empsindungen nicht vorzucnthalten, mogen sie auch noch so unvollkommene Erstlinge seyn. Und eben darum scheint es mir ferner, datz einen nicht unwichtigen Ge» genstand der Mittheilung in den c? LehrlingSTagebücher bilden würden.

Sofern ich nun nicht besorgen darf, reiferen und wkchtigeren Arbeiten vorzugreifen, werde ich vielleicht bisweilen um die Erlaubnist bitten, Jhnen ein fliegendes Blatt au5 mcinem dürftigen und lückenreichen LehrlingS-Tage»

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