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Das Part. Pras. von haben und sein und das sogenannte Part. Prat. activi.

Das Fehlen des sog. Part. Prat. act. im Deutschen hangt damit zusammen, dasz auch von den Hilfsverben haben und sein (wesen) das Part. Pras. hier nicht üblich ist. Im Ahd. hat es zu diesen Formen allerdings Ansatze gegeben:

a. mit sein (wesen): Notker B, 35.7 mir inneuuesentiu — insita nobis; ib. 358.12 uuesendo — existendo; ib. Ps. 42.12 Aber in carne uuesendo foresah ih..; ib. B, 74.26 Tanne in sizzentên in demo sprahhüs. an demo hêrstüole. tu orator uuesendo. getüomet uuurte dines sinnes. unde dinero gisprachi an des chuninges lobe? Ferner ib. Ps. 64.17; ib. Ps. 84.20; Parzifal 805,6 wand si Schoysiane der tóten meide muoter zóch k in t iwesnc/e1); Myst. II, 499.3 daz ich bekante min gehügenisse sin de under miner verstentnisse 2); ib. 536.32 in disem nihte sinde wirt si begraben (vgl. Behaghel, Syntax II, § 758 ff., dem die letzten Beispiele entnommen sind). Aus dem Spatmnd. fand ich u. a. belegt: Rezesse der Hansetage I (Leipzig 1870) 343 deme menen (gemeinen) kopmanne der Dudeschen henze to Berghen wesende (Lübeck, 1366). Das letzte Beispiel ist rein attributiv, vgl. meine Definition S. 37. Unter den wenigen Belegen, die Lexer, Mhd. Handwk III, 801 aufführt, findet sich, aus dem jüng. Titurel, der von periphrastischen Umschreibungen strotzt: 511 zwö tür an allen koren sint wol zu reht wesende. Mit der Bedeutung anwesend kommt diese Fügung vor Lohen-

1) Vgl. für meitwesende, selbwesend e Behaghel II, S. 393, Blatz, Nhd. Gr. II, S. 1214, und Lexer, Mhd. Hwb.

2) Jetzt Supin. Siehe für das Mndl. z. B. „Dat Scaecspel" (hsg. von Frau G. H. van Schaick Avelingh, Bibl. v. Ndl. lett. Leiden, 1912) S. 134 Chi dunct my herde wel ghevoet sijn, neben Hschr. H. und I ghevoet sij nd e; Hanserezesse I 344 (Stralsund 1483) uns bedunket van noden to synde, etc. Vgl. F. A. Stoett. Mndl. Spr. 3, Synt. 3 § 260.

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