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Begriffsumgrenzung.

Die Behandlung der zusammengesetzten Partizipia hat uns gezeigt, dasz eine Untersuchung nach dem Gebrauch der attributiven Mittelwortfügungen wiederholt zu einem Streifzug in das Gebiet des Pradikativen und Absoluten auffordert. Zunachst erhebt sich nun also die Frage: Wie sind diese Gebiete gegeneinander abzugrenzen? Laszt sich eine Grenze überhaupt ziehen? Die komplizierten Falie, die H. Annema in seiner Untersuchung über das Wesen der sog. absoluten Konstruktionen behandelt (a. a. O. S. 11, 16, 37. u. a., siehe auch Grimm, Gr. IV, 1079 f.), ferner das unendlich wechselnde Verhëltnis zwischen periphrastischen und nicht-periphrastischen Verbindungen bei dem verbalen und adjektivischen Partisifij, das J. Holmberg, Zur Geschichte der periphrastischen Verbindung des Verbum Subst&ntivum mit dem Part. Pras. im Kontinentalgermanischen (Diss. Upsala, 1916) eingehend erörtert, lassen berechtigten Zweifel auf kommen. Mit einer allgemeinen Definition wird man den vielfach differenzierten Einzelfallen nicht gerecht. *) O. Behaghel formuliert im 2. Bande seiner jüngst erschienenen Syntax den Begriff folgendermaszen: S. 374 Unter attnbutivem Partizipium verstehen wir ein solches, das sich unmittelbar an ein Nomen oder Pronomen, dieses bestimmend, anschlieszt; ib. S. 380 Unter pradlkativem Partizip verstehen wir ein solches, das erst durch Vermittlung eines Verbs für eine nominale oder pronominale

1) Bei den allermodernste? im- und expressionistischen Schriftstellern ist eine derartige Unterscheidung fast nicht mehr durchzuführen. In der ultra-impressionistischen (sensitivistischen) Skizze „Sneeuw" hat Lod. van Deyssel die über die Zeilen tanzenden Partizipia, ebenso wie die andern Worte im Satze, so locker verbunden wie die vom Himmel herabquirlenden Schneeflocken selbst dem schauenden Auge erscheinen. Die Zeit des festgeKigten Satzb aues scheint vorüber, der Gedankenstrich, ein „Zeichen von schlechtem Gewissen", wie Hermann Hesse sagt, erleichtert die Anakoluthie. Und auch die Kulisse einer kleinen Punktreihe überhebt uns der Mühe, eingegangenen Verplichtingen dem Satze gegenüber nachzukommen. Arij Prins will von syntaktischen Verpfichtungen offenbar gar nicht mehr wissen: er verzichtet auf die alten bewahrten Mittel der frühern Auedruckskunst, und stellt nur wie der Maler alles nebeneinander dar.

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