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dezelve noch geen twee jaren gebruict hebbende (prad.), zulx ende inder vougen wij dezelve nutertyt gesamentlicken gebruydten, te weten op een zekere mate ende yegelycke sill ab e op zij n j uy s t e gewiekte comende (abs.), meerder ende meerder te ouflenen ende u. L. mijn andere begonste wereken als christelicke of geestelicke poézièn, psalmen, oden, sonnetten, grafgedichten, epigrammen ende liefden, geen maechden oren schadelicken noch^echandelicken zij nd e, (attr.), mitten eersten mededeelachtig te maecken, etc. (Zitiert nach J. Prinsen J.Lzn., Handboek tot de Ndl. lett. Geschiedenis, Haag 1916, S. 230 f, und nach Verf. eins der „authentieke stukken van de wording onzer Renaissance").

Der Sfidniederlander Carel van Mander (s. oben S. 24) weist in seinem Schilder-Boeck (1625) denselben Reichtum an Mittelwortfügungen auf. Sehr beliebt sind auch bei diesem Schriftsteller — und Maler — die attr. Part. Prit. activi mit hebbende und zij nd e. In den Vorreden Und Texterklarungen von Daniël Heinsius' Nederduytsche Poëmata (nach der Ausgabe Amst. 1616) sind die ersten Mittelwortfügungen gleichfalls sehr gewöhnlich: dienende, komende, hebbende, sij nd e, wesende. Mit den Schriften dieser drei Renaissanceschriftsteller sind, was die Haufigkeit der Mittelwortfügungen und ihre schablonenhaf te Anwendung betriff t, Johannes de Brunes Emblemata of Zinnewerk (Amst. 1623) auf eine Stufe zu stellen. Bei den letzten drei ist die Zahl der prad. Partizipia im Verhaltnis zu den Tem attributiven etwas groszer als bei Coornhert und Van Mander. Die Faktoren, welche dazu mitgewirkt haben mogen, lassen sich in den Schriften des gröszten Stilisten dieser Zeit, P. C. Hooft, am besten aufzeigen. Dieser sowohl durch Kunstsinn als dichterische Begabung hervorragende Schriftsteller hatte sich das hohe Ziel gesteckt, in seinen Nederlandsche Historiën (1642) dem Vaterlande ein Werk zu spenden, das nicht nur eine geschichtliche Quelle IÉT die Begebenheiten des 80- jahrigen Krieges, sondern vor allem ein stilistisches Kunstwerk sein sollte. Er verband den Satzbau des Tacitus, den er, um sich dessen knappen, kernigen Stil anzueignen, 52 mal gelesen haben Sol 1, mit der „nuchtere stemmigheit" des Historikers und der Gewissenhaftigkeit eines Puristen.

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