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durch das adversative Verhaltnis zum Folgenden konzessiv, was der Leser erst nachtraglich entdeckt.

Man pflegt in solchen Fallen die Zweideutigkeit durch eine Konjunktion zu vermeiden. Im Ndl. sind hoewel und ofschoon bei einraumenden, mits bei bedingenden (im 17. Jht. auch noch bei begründenden) Bestimmungen sehr gewöhnlich. Seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, namentlich bei W. K 1 o o s, ferner bei Joh. de Meester u. a., kommt auch w an t va dieser Verwendung vor, sogar neben einem Adjektiv: J. de M., Gedenk te leven, (Amst. 1917), S. 73 zijn leeg, want eenzaam leven. Im Englischen hat sich infolge der gröszern Verbreitung der Part. konstr. die Möglichkeit herausgebildet, auszer den entsprechenden Fügungen mit it, t ho u gh und a s, auch nach whil e und b e c au s e pradikative Strukturen mit dem Hauptwort zu verbinden. Das Deutsche kennt nur die konzessiven Fügungen nach obgleich, wenn auch, u. dgl.: Goethe, (Jub. Ausg.) Bnd. 25, S. 119 Künstler, deren Werke, wenn schon verflatternd im Geist und Sinn der Zeit, doch immer respektabel gefunden werden.

Aber auch bei deutschen Modernen finden sich vereinzelt schon Falie mit weil und wenn. Auch in den wissenschaf tlichen Werken z. B. H. Palm, der Veter buoch (Litt. Ver. 72), S. 89: der dunkle, weil ungeschickt... übersetzte deutsche text; S c h a t z, Die Griechischen Götter u. d. menschl. Miszgeburten S. 8 Miszgeburten, welche, weil vom menschlichen Weibe geboren, etc; A. M e s s e r, a. a. O. II, 57 Spinozas psycho-physischer Parallelismus ist unklar, weil doppeldeutig.

Manchmal dient ein Adverb zur Bezeichnung eines konzessiven Verhaltnisses: Bodmer in einem Brief an Gottsched (16 May 1739) und auch "(hat der Ausgeber) seine historischen Anmerkungen, j e d och1) ganz ab gekür z e t, beydrucken lassen; H. von Treitschke, Deutsche Geschichte des 19. Jhts. I, 55 Aber das Haus Wittelsbach, ohnehin dem deutschen Leben entfremdet durch die erbliche Verbindung mit Frankreich..., erwies in groszer Zeit eine klagliche Unfahigkeit. Lokale, temporale, restriktive und modale (vergleichende) Adverbia lassen meistens das attributive Verhaltnis intakt: Hooft a. a. O. 296 De krysluyden, nu daar binnen, moghten 1200.... zijn', Grill-

1) Mehr berichtigend als einraumend.

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