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sem Buche ein Beweis, dasz der üö Lateinischen so bewanderte Lesemeister und Magister der freien Künste, der auch Geilers latèinische Predigten über Seb. Brants NarrenseWff ins Deutsche zurückübersetzte, (vgl. die Einleitung des Hsg. S. 2), sie als èin der deutschen Spraché fremdes Element absichtMch vermieden hat. „Kein Zweifel, dasz den heutigen Sinn der Periodenbau eines Murnér oder Pauli mehr anmuthet als Luthers Satze,' sagt H. Rückert, Geschichte der nhd. Schriftsprache (Leipzig, 1875) II, S. 119. Ich lasse eine dieser echtdeutschen Periodfcü fölgen: S. 120 (von Schimpff das CXXV) Mén lisset in fabulis poetarum, wie da w a s ein man der hiesz Dedalus, der kunt f liegen, der het ein sun der hiesz Icarus, der bat seinen vater er solt etc. Solche Satze legen mehr ein beredtes als wohlredendes Zeugnis davon ab, wie grosz der Widerstand war, welchem die Partizipialstruktur im Deutschen damals begegnete.

Von den bis jetzt aufgeführten Belegen haben 34 den Nominativ (8 neben einem Pradikatsnomen), 3 den Genitiv, 14 den Dativ und 20 den Akkusativ neben siéfij*"

Die Schriften der Humanisten.

Im Gegensatz zu den Ubersetzungen aüs dem 9. bis 14. Jht., in denen sich eine grosze Abhangigkeit von der lateinischen Vorlage nachweisen liesz, zugleich aber auch ein bewusztes Streben, die allzu komplizierten Fügungen in Relativsatze aufzulósen, und zu den volkstümlichen Schriften, welchè- sie fast gar nicht anwendeten, suchten die Humanisten (seit dem 15. Jht.) ihre Muttersprache möglichst genau den klassischen Sprachen anzugleichen. Im Ndl. wurde, was den Gebrauch der Partizipialkonstruktionen betrif ft, für das 16. und 17. Jht. eine nachhaltige Wirkung festgestêllt (siehe oben S.-S3 ff). Im Deutschen ist der Einflusz nicht SO grosz gewesen. Die Schriften, welche hier zunachst in Frage kommen, sind die Werke der Neulateiner Albrecht von Eyb, Heinrich Steinhöwel und Nic. von Wyle.

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