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ihrer Geschwindigkeit ruft Verschiebungen der Schollen der Erdrinde hervor. Eruptionen haufen Massen des Erdinnern auf der Erdoberflache auf.

Die exogenen Krafte wirken ausgleichend, sie trachten der Erde die ideale Kugelgestalt zu geben, wie die Anziehung durch Mond und Sonne infolge der durch sie bewirkten Gezeitenbremsung, sie tragen die Erhöhungen des Reliëfs ab und füllen die Vertiefungen aus wie die transportierende Arbeit von Wasser, Luft und Eis.

Diese Krafte sind es, die der Erdbeschreibung das Feld der Forschung bereiten, die Fülle der Formen schaffen, deren ursachliche Beschreibung eine ihrer Hauptaufgaben ist.

Grosse Züge treten im Erdbilde schon rein ausserlich dem Beschauer entgegen. Wenn wir uns die Wasserhülle entfernt denken, zeigt sich der Gegensatz der hochgelegenen kontinentalen Schollen und der tiefhegenden Böden der ozeanischen Becken. Die mittlere Höhe des Festlandes betragt 825 m über. die mittlere Tiefe der Ozeane 3700 m unter dem Meeresspiegel. Diese 4.5 km Höhenunterschied verschwinden gegenüber dem am Aquator 6378 km messenden Erdradius.

Die heutigen Kontinentalmassen sind überaus verschieden gebaute Schollen der Erdrinde und wir können in ihnen alte, starre Teile erkennen, die Kerne der Festlander seit den altesten Zeiten (Fig. 1). Es sind dies die Urgebirgsmassen von Kanada mit Grönland (der kanadische Schild), Finnland mit dem östlichen Schweden (der baltische Schild) und einem Teile der russischen Platte, ein Teil Sibiriens und Chinas (der sibirische Schild oder Angaraland genannt), Ostchina, Brasilien, Afrika südhch vom Atlas mit Arabien und Dekhan und schliesshch der grösste Teil Australiens. Diese Massen sind auf der Nord- und Südhalbkugel ziemhch regelmassig verteilt. Der antarktiscbe Kontinent hegt symmetrisch um den Südpol.

Durch Schweremessungen hat sich ergeben, dass sie spezifisch leichte Schollen der Erdrinde mit einer Dichte von etwa 2.8 darstellen. Sie sind vorherrschend aus Gesteinen gebildet, die zu den weitestverbreiteten der Erdoberflache gehören und wohl auch im Untergrunde unter den jüngeren Sedimentschichten die alten Festlandsmassen zusammensetzen. Es sind dies Granit, Gneis und andere kristalline Schiefer, die reich an Silicium und Aluminium sind und deren Gesamtheit man mit den Anfangsbuchstaben dieser Elemente als ,£al" (salische Gesteine) bezeichnet.

Dies sind die bei der ersten Entmischung des ursprünglichen Magmas ausgeschiedenen und erstarrten Massen, die sich als die spezifisch leichtesten an der Erdoberflache ansammelten und wohl wiederholt durch spatere Ausbrüche umgeschmolzen und durch Druck verandert und wohl auch 250

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