Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

vielfach durch Abtragung und Sedimentation umgelagert worden sind, wobei sie petrographisch, d. h. in ihrer Struktur und minerahschen Zusammensetzung eine völhge Umbildung erfahren haben. Sie sind durchwegs stark gefaket und von Spalten durchsetzt, sodass es überaus schwer, ja grossenteils unmöghch ist, in ihnen eine Gesteinsfolge festzustellen und eine Ghederung durch Vergleich untereinander durchzuführen.

Diese Schollen schwimmen in einem Gleichgewichtszustande auf den dichteren Massen des Erdinnern, über deren Aggregatzustand wir ganz ununterrichtet sind (Fig. 2, 3). Sie sind seit vorkambrischer Zeit von keiner oder keiner starkeren Faltung mehr ergriffen worden, und die kambrischen Schichten liegen auf ihnen ungestört.

Sie werden als Epeirogene, die Kerne der Festlander, bezeichnet. Zwischen ihnen liegen die grossen ozeanischen Becken, das atlantische und das pazifische, die von Pol zu Pol reichen und das indische, das fast ganz auf die südliche Halbkugel beschrankt ist. Aber auch von ihm aus hat durch lange Zeiten der Erdgeschichte eine Meeresverbindung nach dem Polarmeere bestanden, die freihch nur eine recht wandelbare Erscheinung im Bilde der Erdoberflache bildete. Der arktische Ozean ninunt wieder eine polare symmetrische Lage ein.

Die Boden der grossen ozeanischen Tiefen sind tiefhegende Schollen der Erdrinde und besitzen ein grösseres spezifischen Gewicht (etwa 3. 4). Sie dürften wohl aus den Gesteinen vorherrschend bestehen, die wir als die schwersten auf der Erdoberflache vertreten sehen und als deren Typus der Basalt zu nennen ist. Ihre Hauptgemengteile sind Silicium und Magnesium und sie werden als ,£ima" bezeichnet. Sie sind wohl gleich den Epeirogenen ursprüngliche Erstarrungsschollen, stark gefaket und zerstückt und wir heissen sie ,JPelagogene". Sie sind wohl die oberflachlichen erstarrten Partien einer dichteren Erdschale.

Die spezifischen Gewichte dieser Schollen verhalten sich zu einander wie 4 : 5 und aus dem Unterschiede der Höhenlage ihrer Oberflache ergibt sich, dass in etwa 25 km Tiefe eine Ausgleichszone hegen müsse, in der alle Störungen in der Lage der Schollen isostatisch durch entsprechende Bewegungen der benachbarten Krustenteile kompensiert werden. (Fig. 3.)

Diese aken Rindenstücke scheinen durch die ganze Erdgeschichte hindurch, seitdem wir ihrem Umfang das erstemal feststellen können, also etwa seit dem Kambrium, eine grosse Bestandigkeit besessen zu haben. Diese Grossformen der Erdoberflache haben anscheinend niemals tiefgehende Aenderungen ihrer Umgrenzung erfahren. Die ungemein heftigen Faltungen, denen sie unterworfen gewesen sind, haben wohl ihre Oberflache mit hoch-

253

Sluiten