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wegs in verhaltnismassig sehr geringer Wassertiefe abgelagert worden sind. Es muss also das Sedimentationsbecken in einer fortwahrenden langsamen Senkung begriffen gewesen sein, mit der die Sedimentation Schritt halten konnte. Die Orogene sind Gebiete lang andauernder Senkung.

Es ist kein Beweis dafür zu erbringen, dass irgendwelche Gesteine der Erdoberflache in einer Wassertiefe abgelagert worden sind, die wenigstens 3000 m erreichte, die wir also als abyssisch bezeichnen. Alles deutet vielmehr darauf hin, dass eine Ablagerungstiefe von 1000 m alle lithogenetischen Erscheinungen erklaren kann, die uns Absatzgesteine der Vorzeit bieten. Sicher hat sie aber in weitaus dem grössten Teile der orogenen Gebiete auch nicht annahernd diesen Betrag erreicht.

Es ist also wahrscheinlich, dass die Last der aufgelagerten Sedimente die Senkung des Bodens der labilen Zone bewirkt bat, dass bier also ein Gleichgewichtszustand geherrscht hat, der von dem Betrage der Auflagerung abhangig gewesen ist

Die ungeheuren Massen von Sedimenten, die hier am Rande des kontinentalen Sockels auf dem Schelf abgelagert werden, pressen ihre Liegendschichten in solche Tiefe der Erdrinde, dass sie durch höhere Temperatur und Druck chemischen und strukturellen Veranderungen — einer Metamorphose — unterworfen sind.

In diesen beweghchen orogenen Zonen erfolgt nun die Faltung der abgelagerten Schichten, die zu Gebirgen emporgepresst werden (Fig. 5). Dadurch werden die Gesteine stark verfestigt und sie vergrössern, an die alten, starren Schollen der Kontinente angeschweisst, die Epeirogene und lassen Teile der Orogene erstarren. Es werden also die beweghchen. Züge der Oberflache der Erde immer enger umgrenzt

In ihrer frühesten Jugend ist die Erde an ihrer Oberflache noch leicht beweglich gewesen, die Erdrinde war plastisch knetbar und die Faltung war allgemein. Wo immer wir die tiefsten uns zuganglichen Teile der Erdkruste antreffen. sind sie kraftig gefaket. Dies ist vor allem in den alten Epeirogenen und wohl natürlich auch in den Pelagogenen der Fall. Je weiter wir aber in der Erdgeschichte vorschreiten, umsomehr sehen wir die Gebirgsbildung sich auf schmale Zonen beschranken, was in uns den Eindruck des Erlahmens der gebirgsbildenden Krafte erweckt.

In Europa ist dies besonders deutlich zu sehen (Fig. 1). Die kleine Scholle von Fennoskandia und der russischen Tafel ist in vorkambrischer Zeit gefaket worden. Im alteren Palaeozoikum sind im Westen die Gebirgsketten des skandinavischen Hochlandes daran angeschweisst worden und im jöngeren eine breite Zone, die Europa von England ostwarts bis nach 256

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