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Aequator zu auftauchen und polwarts überflutet werden. Diese Verschiebung der Wassermassen geht langsam vor sich, d. h. die Transgression in den höheren Breiten erfolgt ebenso wie die Regression in den niederen langsam, die Trockenlegung der polaren Gebiete und die Ueberflutung der aquatorialen aber rasch. Dabei werden diese Erscheinungen auf der nördhchen und södhchen Halbkugel gleichzeitig vor sich gehen, das gegen die Pole zu gelegene Land wird sich gleichzeitig über den Meeresspiegel heben und senken, die Transgressionen und Regressionen müssen dort gleichzeitig vor sich gehen.

Durch diese Bewegungen der Erdkruste werden ausgldchende örthche oder mehr allgemeine schaukelnde Bewegungen der starren Rindenstücke, vielldcht auch geringe Verbiegungen und sicher Sprünge bewirkt, an denen. wie man an dem Beispide des grossen afrikanischen Grabens sieht, vielldcht neue beweghche Zonen sich ausbüden können. Gldchzdtig vollführen diese Schollen auch horizontale Bewegungen in der Richtung gegen die Pole und zwar besonders zwischen dem 35. und 55. Breitegrade. Es werden also die ldcht beweghchen Massen, das Trümmerwerk und die grossen Sedimentanhaufungen in den Geosynklinalen zwischen diesen Schollen meist ohne besonderen seitlichen Druck zusammengepresst und ausgequetscht, wobei sie eine eigene fliessende Bewegung in polarer Richtung besitzen und geben Anlass zur Auffaltung von Gebirgszonen. Die festen Schollen bewegen sich aber aus niederen Breiten mit grosseren Parallelkreisen gegen höhere Breiten mit kleineren Breitekreisen und bewirken dadurch eine Pressung in den zwischen ihnen hegenden meridional verlaufenden Geosynklinalen in der Richtung der Parallelltfdse also zwischen Ost und West. Dadurch können nun auch meridionale Gebirge aufgefaltd werden, bd denen aber nicht eine Eigenbewegung ihrer Sedimentmassen mithilft. Bd diesen wird also die sdtliche Kraftausserung einen vorherrschenden Einfluss haben. der Druck wird überwiegen und unserer Vorstdlung nach sollte die petrographische Veranderung der Gesteine dort eine weitergehende sein als in den ostwesdich verlaufenden Gebirgszügen. Auf diese Wdse können wir uns. um nur primitive Vorstellungen zu geben. Gebirgsketten in ieder Richtung entstanden denken.

Die Lïeberflutungen und Trockenlegungen der Festlënder stehen also nicht in einem ursachlichen Zusammenhange mit der Gebkgsbildung. Sie können als Folgen des isostatischen Ausgldches der Erdkruste gldchzeitig auftreten. schliessen aber einander in der Erdgeschichte grossenteils aus. Es sind bdde durch verschiedene. vertikale und horizontale Bewegungen der Erdschollen verursacht 264

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