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war zwischen dem erbitterten Deutschland im Norden und dem nie zuverlassigen Itahen im Süden für jenes die Bahn nach dem Osten frd, waren die Verbindungen mit seinem pohtischen Schlepptaugefolge zwischen Ostsee und Adria unbehindert. Eben deshalb, und nicht aus herzinniger Liebe, hat besonders Frankreich im Jahre 1922 gewisse Bemühungen nicht gescheut, um Oesterrdch aus sdner Krise herauszuhelfen — es ist ja kein Geheimnis, wer sonst die immer zum Zugrdfen berdte Hand nach Nordtirol und damit nach der Arlbergbahn ausgestreckt hatte. Aber auch die Schweiz hatte dne derartige Veranderung der pohtischen Karte. eine derartige Umklammerung nur mit grösstem, sehr wohl begreifhehem Misstrauen wahrgenommen.

Die meisten Fremden lassen zwar im Fluge die herrlichen, dank dem Wechsel der Gesteine und der Tektonik und dank dem vielsdtigen Kraftespiel der Abtragung so mannigfaltigen Landschaftsbilder der Arlbergbahn vor ihren Augen vorüberziehen, auch finden sie wohl Worte der Bewundexung für das kunstvolle Werk und schon mancher hat mit einem Gefühl von Unbehagen in die Tiefe der Trisannaschlucht hinabgeschaut, mit Spannung geprüft, wie vide Minuten der Zug zur Durchfahrung des Tunnels braucht, oder die Brücken und Galerien der Westrampe gezahlt; indes nur sdten mag einer an die Wichtigkdt des Passes für die Erscheinungen der Natur und des Menschen denken. Selbst wenige Oesterrdcher ahnen, wie kostbar der Pass heute ist, sdtdem ihn moderne Technik zum Rang einer europaischen Hauptlinie erhoben — man wird sich ja so oft des wahren Wertes eines Gegenstandes erst bewusst, wenn sein Verlust uns droht.

JMie wieder stdge solches Gewölk auf! Der Arlberg bleibe österrdchisch immerdar! Denn wenn das Schicksal Tirob im Brenner wurzelt, findest du hier einen Pfeiler Oestrdchs!

SCHRIFTENVERZEICHNIS.

1 Ampferer, O., Das geologische Genist der Lechtaler Alpen. Zsch. d. D. U. Oest Alp. Ver. 1914. — , Ueber den Bau der westlichen Lechtaler Alpen. JB. d. Ueol.

' Reichsanstalt Wien. 1914 (Vgl. aber dazu auch Ampferer im JB. A Gl. R. A. 1920).

3. Biedermann, H. J., Verkehrsgeschichte des Arlbergs u.s.w. Z. d. D. « Oest Alp Ver 1884. Vgl. dazu auch Zösmair, 28. Jber. des Vorarlbg. Mus. 1889.

4. Blaas, J., Bericht über den am. 9. Juli 1892 bei Langen am Arlberg nieder» gegangenen Bergsturz. Verh. d. GeoL R. A. Wien. 1892.

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