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neue Deutsch seine schnelle Ausbreitung verdankt, ein Ansehen, das auch unser Luther anerkannt hat".

Angesichts dieser verschiedenen Antworten auf die beiden Fragen : „Hangt die Kanzleisprache Friedrichs III. mit der der Luxemburger zusammen ?", „Hat die Kanzleisprache Friedrichs die der übrigen Kanzleien beeinfluBt ?", glaube ich mich berechtigt den betreffenden Stoff noch einmal zu untersuchen, um so mehr, da eine Untersuchung, die sich speziell mit dïesen Fragen beschaftigt, bisher nicht vorliegt.

Für vorliegende Untersuchung wurdensolche Drucke von Urkunden gebraucht, denen dasOriginal zu Orunde lag. Alle gleichzeitigen Abschriften und Kopien sind für unsre Zwecke wertlos. Die damaligen Abschreiber hatten nicht die Qewohnheit ihre Abschriften buchstabengetreu zu machen, sondern sie in ihrem eignen Schriftdialekt mitzuteilen. Es kommen mitunter in den „Fontes rerum austriacarum" Briefe aus der kaiserlichen Kanzlei, die unmöglich auch „von der Partei" eingereicht sein können, in der sachsischen Sprache vor. Nun wird der eine Abschreiber sich das mehr zu Schulden kommen lassen als ein andrer, aber man hat nie die Sicherheit, daB nicht geandert worden ist.

Für die Urkunden Karls IV. habe ich neben den Reichstagsakten die treffliche Sammlung von Outjahr (1906) gebraucht. Die von SigmUnd haben die Reichstagsakten von WeiBacker, Kerler, u.a. verschafft, auch die von Friedrich III., soweit sie in den Reichstagsakten bisher erschienen sind. Leider ist man für die Untersuchung der Urkunden dieses Kaisers, wenn man von janssens „Frankfurter Reichskorrespondenz" absieht, noch immer auf die von Chmel in seinen „Materialien" und im Anhang zu seinen „Regesten" angewiesen. Hoffentlich wird die Fortsetzung der Herausgabe der Reichstagsakten nicht lange mehr auf sich warten lassen. Eine gute Ausbeute lieferten die verschiedenen Bande der „Fontes rerum austriacarum," besonders für die Urkunden der Habsburger. Auch die Sammlung der Chroniken deutscher Stadte leistete mir manchen Dienst.

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