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und ihm so lange Zeit die treuesten Dienste geleistet hat, mit dem Dorfe Crimderode bei Nordhausen."

Zuerst kommt sein Name vor in der Urkunde vom 4. Jan. 1418 (A.R. 2/75); unter die Familiares des Königs werden aufgenommen u.a.:

„der Heinrich Fye aus Rotta (der spitere Registrator),

der Peter Kalde (scriptor, domesticus et continuus commensalis) aus Setterich,

der Peter Schenk (scriptor, domesticus et cont. comm.) aus Waibstadt,

der Caspar Sligk aus Eger".

Peter Kalde aus Setterich, ein Norddeutscher, aus der Oegend von Aachen, deshalb oft Peter Oülieher genannt, ist bis an Sigmunds Tod in der Kanzlei t§tig gewesen. Erst 1428 tritt er zum ersten Male als Uriterfertiger auf und noch dazu bis 1433 sehr vereinzelt Registrator war er niéht. Die Abfassung der Briefe, die Verfertigung der Konzepte muB also seine Arbeit gewesen sein; vgl. A. R. 7783 „Peter Kalde, der ihm in seiner Kanzlei als Notar Und Schreiber der Briefe (littérarüm nostrarum regalium scriptor) treu gedient hat". Gewöhnlich werden die Konzepté und die Briefe von einem andern als dem unterfertigenden Pronotar verfaBt; vgl. Lindner S. 151 :

„Das Conzept wurde von einem Beamten der Kanzlei entworfen, in der Regel ohne Datum hinzuzüfügen. Dasselbe wurde einer zweiten Person, wahrscheinllch dem Kanzier oder einem Protonotar vorgelegt, der es durchsah und nötige Anderungen vornahm, gelegentlich auch, doch nicht immer, das DatUm hinzufügte. Dasselbe blieb entweder ganz weg oder wurde von derrt Concipltten, nachdem er das Blatt zurückerhalten und entweder selbst ins Reine abschHèb oder durch einen andern schreiben lieB, hinzugefügt."

Man hat sich immer gewundert, daB die Kanzleisprache Sigmunds wieder viel haufiger die alten Langen /, ü und ü für mhd. iu anwendet als die Sprache seiner Vorganger. Könhfe die Verwendung eines Norddeutschen aus einer ï-Oegend nicht ein Grund dieser Erscheinung sein ? Wenn sich noch andere Notare

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