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der König seinèn Sekretar Simon Amman van Aspern, der ihm in seiner Kanzlei als Notar und Schreiber der Briefe treu gedient hat, zu seinem Haussekretar und standigen Tischgenossen (A.R. 7784). 1432 wird er zuletzt genannt (A.R. 9228).

Ende 1432 wird Caspar Sligk aus Eger Kanzier. Über ihn ist so viel geschrieben worden, daB es nicht nötig ist sich hier eingehender mit ihm zu beschaftigen1). Er wurde 1400 geboren und trat schon 1416 in die königliche Kanzlei, wie sein Zeitgenosse Eberhard von Windeck berichtet: „Kaspar Sligk war zu dem kaiser kommen, da man schrieb tausend vierhundert und XVI jar." Van dem Agramer Bischof Eberhard war er in den Kanzleidiensten unterwiesen worden. Er war Sigmunds vertrautester Berater und diente dem Kaiser bis an dessen Tod, wurde dann Kanzier des Königs Albrecht und nach dessen Tod Vorsteher der Kanzlei Friedrichs III. Sein Zeitgenosse Eberhard von Windeck erklart von ihm, daB niemand je gehort habe, daB eines Bürgers Sohn in deutschen Landen so machtig geworden. *

Für unsre Zwecke genügt es zu wissen, daB der Egerer Sligk von 1416—1427 als Schreiber oder Notar in der Kanzlei tatig war. Am 4. Juli 1427 (A.R. 6938) unterfertigt er zuerst, und wird dann wohl schon Protonotar gewesen sein, obgleich er erst am 6. Mai 1428 (A.R. 7078) so genannt wird Wohl nimmt er schon als Notar eine besondre Stellung ein (vgl. A R. 5796 „notarius specialis" 13. Febr 1427; A.R. 6833 „heimlicher schriver" 2. Marz 1427), aber er muB sich doch an dem Entwerfen der Konzepte und an der Abfassung der Briefe beteiligt haben. Auch die Egerer Mundart muB ihren EinfluB auf die Kanzleisprache ausgeübt haben.

Wahrend Sligks Kanzlerzeit unterfertigten :

1433: Sligk (21 X), Peter Kalde (25 X), Herm. Hecht

(1 X\ Theodoricus Ebbracht (4 X), zum ersten Mal

am 3. Dez. 1433 (A.R. 9851)

1) Vgl. u. a. Mittetlungen des ósterr. lastituts, Erganzungsband 8: Otto Hufnagel, Caspar Sligk als Kanzier Friedrichs III. (1911).

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