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Tussek ist ein Czeche aus Pacav und verheirateter Kleriker der Prager Diözese. Auch Prokop de Rabstein ist ein Böhme; als Protonotar treffen wir ihn spater in der Kanzlei Friedrichs III. Er ist der spatere Kanzier Oeorgs von Podiebrad.

Die Registratoren sind Ebbracht und Heinrich Fye aus Rotta (vgl. A.R. 2775). Im Jahre 1418 wird Fye unter die Familiares aufgenommen. 1427 erscheint er als Mainzer Kleriker; vgl. A.R. 6905: „prasentiert dem StraBburger Bischof und Domkapitel für die Königspfründe, die jetzt wieder zu besetzen ist, den Mainzer Kleriker Heinrich Fye, Registrator und Scriptor seiner Kanzlei." Wenn dieses Rotta dem Stadtchen Rothau südwestlich von StraBburg gleichzusetzen ist — ein andres Rotta oder Rottau kann ich nicht finden, — so ist Heinrich Fye wieder ein Notar aus einer I-Oegend.

Wir sehen, daB vorzugsweise zehn Manner in der Kanzlei als Protonotar unterfertigen :

Johann Kirchen, Michael de Priest, Joh. Oersse, Paulus de Tost, Franciscus Propst von Oran, Caspar Sligk, Peter Kalde, Hermannus Hecht, Theodor Ebbracht, Marquard Brisacher.

Von ihnen waren johann Kirchen und Paulus de Tost schon unter Wenzel als Protonotar tatig. Franciscus erscheint vom Anfang an als Vizekanzler. Alle andren haben anfangs als Notar in der königlichen Kanzlei gearbeitet und sind erst spater zum Protonotar befördert worden. Aschbach, der vermutete, daB alle zehn Protonotare gewesen seien, hat das Richtige getroffen. Lindner ist im Unrecht, wenn er diese Vermutung nicht zutreffend nennt; nach ihm waren „einzelne dieser Manner sicher immer oder doch zeitweilig nur Notare gewesen" (vgl. Lindner U.W. S.37).

Von fünf dieser Menner haben wir die Herkunft bestimmen können, nl. von Caspar Sligk (von ihm war sie schon bekannt), von Peter Kalde, Hermannus Hecht, Theodor Ebbracht und Marquard Brisacher. AuBer Sligk1) kommen alle vier aus einer

1) Auch Sligk selbst schreibt noch vor wiegend alte Langen; vgl.-sein. eigenhündiges Schreiben. F. R. I Nr. 671.

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