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ï-Oegend und zufalligerweise arbeiten sie alle zurselben Zeit in der Kanzlei. Das Kontingent der ï-Schreibenden ist also verhaltnismaBig groB, besonders wenn man in Betracht zieht, daB von den andern drei schon als Protonotare in die Kanzlei eintraten und unterfertigten, also auf die Abfassung der Briefe nicht einen solchen EinfluB hatten wie die Notare, die Schreiber der Konzepte. Uberdies ist zu berücksichtigen, daB die Anzahl der ï-Schreibenden die Minimalanzahl ist. Auch unter den Notaren, deren Heimat nicht festgestellt werden konnte, können sich noch Leute aus einer I-Gegend befunden haben.

Braucht es nun noch wunderzunehmen, daB die Kanzleisprache Sigmunds sich im Gegensatz zu der seines Vaters und der seiner Nachfolger durch die haufige Anwendung der alten mhd. Langen kennzeichnet ?

AuBer diesen Protonotaren und den sonstigen schon genannten Unterfertigern waren in der Kanzlei tatig:

WENZEL von bochow (= Buchau), Notar, Sigmunds Familiaris, Kleriker der Prager Diözese. 1433—1436 ist er jedenfalls in der Kanzlei beschaftigt; vgl. A.R. 9432, 11543. Bochow war ein Böhme.

michel maurperoer, Chorherr zu St- Johann in Würzburg; 1417 ist er in der Kanzlei als Schreiber tatig (A.R. 2389).

Dr. Johann Kirchheim, der Jüngere, der Sohn des gleichnamigen Protonotars, Lehrer geistlicher Rechte (vgl. A.R. 6955), wird am 18. April 1436 zum Protonotar ernannt (A.R. 11313).

peter schenk, aus Waibstadt bei Heidelberg, aus einer Gegend also, wo damals alte Langen geschrieben wurden. 1418 ist er schon Kanzleischreiber; vgl. A.R. 2782. Am 4. Jan. wird er mit Peter Kalde, Heinrich Fye und Caspar Sligk unter die Familiares aufgenommen und 1430 wegen treuer Dienste, die er im Reich und in Ungarn geleistet, geadelt (A.R. 7648).

WlENAND, aus Stega, der am 14. April 1419 (A.R. 3848) als Sekretar angenommen wird. Ist Stega hier identisch mit Steeg aus dem rheinlandischen Kreis Elberfeld, so tritt hier wieder ein Schreiber aus einer ï-Gegend in die Kanzlei.

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