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wir spater»bei der Behandlung der kaiserlichen Kanzleisprache zurück. Von Wichtigkeit kann bei dieser Behandlung die Dauer der Periode ihrer Tatigkeit in der Kanzlei sein. DaB Hermann Hecht noch lange in der Kanzlei tatig gewesen, ist, wenn man sein Alter berücksichtigt — war er doch schon 1417 in den Dienst der Kanzlei geheten —, sehr zweifelhaft. 1444 ist er jedenfalls noch als Protonotar tatig; vgl. das Nürnberger Schenkbuch (Chron. IIIS. 399), wo ich unter den Geschenken der Stadt an König Friedrich lil., an Fürsten und an das Oefolge des Königs und der Fürsten auf dem Reichstag von 1444, finde:

„item 10 guldein Hermanno Hecht 1 „ „ 10 guldein Meister Enea \ prothonotariis." „ „ 10 guldein herr Michel Tatz J lm Schenkbuch wird er 1442 notarius genannt (vgl. Chron. III S. 305), was auf einem Versehen beruhen muB. AuBerhalb der Kanzlei nimmt man es mit der Bezeichnung nicht so genau. 1440 bezahlten doch schon die Nürnberger, als sie dem neuen König ihre Glückwünsche überbrachten und ihre Privilege von dem neuen Herrscher bestatigen lieBen: „15 guldein ungrisch Hermanno Hecht, prothonotario."

Nach 1444 konnte ich ihn bei Chmel nicht finden. Unter Nr. 1840 „gibt Friedrich ihm eine Befreiung von jeder Steuer und allen andern Lasten". Das war aber auch das letzte Mal, daB ich ihn traf. Auch bei Janssen ist die letzte Urkunde, die er unterfertigt, vom Jahre 1444 (F. R. II 1 Nr. 105).

Peter Kalde laBt sich noch viel spater nachweisen. Wohl war er langere Zeit abwesend, aber 1453 ist er jedenfalls noch in der Kanzlei. Am 5. Okt. 1453 (Chmel R. 3124) wird er von neuem als königl. Protonotar und königl. Rat aufgenommen, „damit kein Zweifel daran sey, da er vom kaiserlichen Hofe durch langere Zeit abwesend ist."

Marquard Brisacher ist jünger. Der ist auch langer in der Kanzlei tatig gewesen. Wie lange, laBt sich schwer entscheiden. Noch unter Maximilian ist ein Marquard Breisach in kaiserlichen Diensten tatig (vgl. Chmel s Urkunden, Briefe und Aktenstücke zu Max. I. S. 56). Dieser Ritter Marquard Breisach kann wohl nicht derselbe

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