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vnder den törren aile tag hut haben, vnd auch des nachts; in den turnen die hut halden. Also, das ain ieder Haubtman vnder iedlichs tor ordnen sullen zehen oder zwelf guter knechtt, die tëglich hütten.

Item: das sich die Mugundisten Purger mit Rossvolkch vnd fusvolkch desterpaser angreiffen sullen, darumb sol ain gemainer anslag auf menigclich geschehen.

Item: das sich auch all pekchen mit mei sullen fürsehen, damit sy die Gemain an prot nicht lassen nach allen hm vermügen, vnd das sol auch mit in geredet werden.

Item: das man kainerlay gastum halden sol in den herren hawsern, das sol der Lantmarschalh wenden, vnd in. den leden vnd kochhütten, da sol der Richter vnderkömen. Aber in des von Agmund haws, in des von Ellerbach haws. vnd in des von Regenspurg haws, da mag man gastum halden, vnd in den rechten gewondlichen Qasthawsenv vnd sol ein ieder sein gast geschriben geben nëchtiklich, dem Burgermaister.

Item: das man das fewr bewarn sol allenthalben in der Stat vnd vorsteten, vnd sol haben wasser vnder den dëchern vnd in der höfen in potigen vnd krukchen zu ausstossen,. vnd die Rauchfeng kern lassen.

Item : es sol ein jeder, wissen wen er behaws, oder beherberg, das er den, oder die wiss zu versprechen.

Item: das man die keten vnd sneller vnder den Stattorren zuschlieszen suil vnd nyemt herein oder hinaws lassen sol, er pint sich denn auf.

Item: das man nyemandt vber die prugken herein vnd hinaus varn, reytten oder gen sol lassen, er pint sich denn auf, welh sich aber nicht wolten aufpinten, den sol man nicht herein, noch hinaus lassen."

lm groBen ganzen stimmt der Wiener Schriftdialekt, wie er im Copeybuch vorliegt, mit dem Österreichischen aus den südlicheren Oegenden überein. Doch zeigen sich Unterschiede. Der wichtigste ist, daB dieser Wiener Schriftdialekt die mhd. Diphthon-

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