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Nr. 33 : gehalden. Auch im Imperfekt begegnet ld; (1448): wuldeny (1441) Nr. 9: solden. In den spateren Jahren fand ich nur It. Nach n steht meistens d: under, hinder, t kommt, aber sehr sporadisch, weniger als in den bayrisch-österreichischen Schriftdialekten, vor.

Intervokalisches ch statt h trifft man kaum. 1463: abslachen; es scheint bei Friedrich weniger zu begegnen als in den österreichischen Kanzleien. Für gehen und steken kommen immer die kurzen Formen steen, geen vor. Oeschehen und beschehen kommen vor neben gescheen, geschen, bescheen. Sehen immer mit h, auch versmehen, zehen. Das h scheint die Oeltung eines Reibelauts gehabt zu haben. Für brauchen begegnet nl. auch brauhen, für reichen: raihn; vgl. auch Virg. Moser a. a. O. §128: „Umgekehrt ist Oberd. das % des auslauts seit dem spateren Mhd. auch in den inlaut gedrungen (hocher, sechen, nach hoch, sachy Beispiele aus dem 16. Jht. sind auBerst zahlreich (Eyb, Hatzlerin, Sachs, Aventin). Möglicherweise wird man auch da, wo h geschrieben ist, den lautwert % ansetzen und in h nur ungenaue bezeichnung sehen dürfen." Schreibungen wie brauhen, raihn, beweisen für die Kaisersprache wohl die Reibelautaussprache.

Die Formen gan, stan für steen, geen kommen anfangs vor in den Briefen auf der ersten groBen Reise des Königs. Der Schwabe Weltzly scheint sie veranlaBt zu haben. Auch han begegnet in dieser Zeit. Sonst immer: haben, lassen. Partizip : gehabt, gehebL Imperf. Konj.: hiete.

Die 3. Ps. Plur. Pras. von sein ist: 5/ sind, si seyn, si seynd. Letzteres selten.

Die 3. Ps. Plur. Pras. Ind. auf -en ist Regel. Anfangs kommt -ent vor, wohl unterm EinfluB von Schreibern wie Weltzly. In der Luxemburger Kanzlei kommt wenigstens -ent in der 3. Psnicht vor.

Sogar die 1. Pers. Plur. fand ich bei Friedrich in den ersten Jahren mit -nt, z. B. wir hant. (Chmel R. Nr. 28 Anhang).

Negationspartikeln: nicht und nit. Doch scheint nit vorzuherrschen.

Personalpronomen der 3. Ps.; Dat. Einz.: im. In Schreiben

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