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sunder, gewunne. Ernst und Moritz: sontag, konig, son, aber sunder.

In einigen Wörtern ist hier also das o, in andern das u ziemlich fest. Schwankungen begegnen vor allem in den Verbalformen. Brandenburg.

Friedrich II.: u. Die Form konig kommt vor.

Albrecht Achilles: u, aber vergonnt, konig neben kunig,

(1 X koenig). Joachim I.: u, aber gonnen, oft: Sontag. A u g s b u r g.

(1438) Ratsdekret, a.a.O.: u; 1 X gonst.

(1451) Stadtbuch, a.a. O.: u ; 1 X konig.

(1452) Brief der Zünfte, a.a.O.: u; aber from. (1466) Ratsdekret, a. a. O.: u ; 2 X sonder.

Nürnberg.

Stromer i u, ü: sanbenten 39',

sünderleichen 4118

Tucher: u, aber sünderheit 34'.

Muffel: u. o: son 74816, sun 74919.

Dürer. In den vertraulichen Briefen an Pirkheymer immer u; in offizielleren Briefen dagegen zeigt Dürer eine Neigung zum o. Auch die Druckersprache scheint hier das o bevorzugt zu haben. Vergleichen wir z. B. die Widmung von Dürers Proportionslehre aus der Dresdener Handschrift (1523) mit dem druckfertigen Manuskript in der Handschrift der Nürnberger Stadtbibliothek, das nur sehr wenig vom Drucke selbst abweicht, so finden wir in der Dresdener Handschrift überall die Formen sunder, bekummen, sunderlich, gunstig, in der druckfertigen Widmung gönstig, sonder, vollkommen, also durchweg o.

In den Ratsverlassen zeigt sich ebenfalls eine Zunahme des o um die Wende des Jahrhunderts. Herrscht in den neunziger Jahren des XV. Jhts. das u vor, im ersten Jahrzehnt des folgenden, besonders seit dem Jahre 1504, ist das u fast verschwunden.

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