Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

99

Augsburg.

(1416) Ratsschreiben Chron. V S. 346: stout, verstaan. (1418) „ » V S. 351 : staun, gaun.

(1418) „ V S. 357:vor^,za^«;(Konj.),

anstan, staun. (1432) „ i V S. 375: stet.

(1438) Ratsdekret „ V S. 377 : gaun.

(1452) Brief der Zünfte „ V S. 412: versten. (1478) Brief an. den Kaiser „ XXIIS. 440 s uszgeen, versteen. Nach v. Bahder (a. a. O. S. 20) wird auch in den Drucken neben gdn, stan schon frühzeitig geen, steen gebraucht. Bei Sorg (1478—1490) und Zeissenmayer (1495—1505) überwiegen noch die a-Formen. In Othmars Thauler (1508) kommen gdn und stdn nicht mehr vor. Bei Steyner (1528— 1535) begegnen schon die neuen Formen gehen und stehen. In Basel sind gdn und stdn in den alteren Drucken allgemein. Sogar gon und ston kommen bis 1530 vor. Fischart hat gohn und stohn noch im Reim. Nürnberg.

Uiman Stromer : gin, stin.

Ratsverlasse : steen, geen, sten, gen. v. Bahder führt für die Kanzlei an: stin, gin; erst 1488 seien steen, geen vorgekommen. Dies ist nicht richtig: gin und stin kommen nur vereinzelt vor, steen und geen haufiger daneben. Bei Creusener (1472) in den Drucken anfangs noc\\ gien und stien, spater geen, steen. Sensenschmidt druckt nur gan und geen, kein gin.

DaB gin, stin in dieser Zeit schwanden, hing damit zusammen, daB sie auch in der Nürnberger Volkssprache am Ende des 15. Jhts. nicht mehr existierten. Man sprach stehen und gehen schon mit ei, wie dies auch heute noch der Fall ist. Bei Dürer zeigt sich dies ganz vereinzelt schon in der Schrift; vgl. Fechtbuch Nr. 43: er geid. Der Übergang von ê zu ei hat wahrscheinlich via das i stattgefunden. Wie erklaren sich sonst die spezifisch nürnbergischen Formen stien, stin, gien, gin ? Wie altes mhd.

Sluiten