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Basel und StraBburg kommen han, lan, hon, Ion (StraBburg) sehr oft vor.

Die 2. und 3. Ps. Plur. PrSsens. Böhmen.

Kanzlei Qeorgs von Podiebrad: Die 3. Ps. Plur. endet auf -en, die 2. Ps. auf -et: ir sullet, ir höret; -ent, -end kommt in der 2. Person Plur. nur ganz vereinzelt vor. Ich fand 1462 einmal ir werdent, 1467 ir mochtend. In Eger zeigt sich dasselbe Verhaltnis. Sachsen.

In Sachsen fand ich in der 3. Ps. Plur. als Endung nur -en.

Brandenburg

Auch in Brandenburg ist -en die gewöhnliche Endung. Die 2. Ps. Plur. hat -et; vereinzelt ir werdent, ir bitend (1461).

Nürnberg.

Ratsverlasse: -en in der 3. Ps. Plur. Nach v. Bahder (S. 32) kommt seit 1488 daneben auch -end, -ent vor, das auch in der 2. Ps. Plur. manchmal angehingt wird. Ich habe die Endungen -end, -ent jedoch in den Ratsverlassen nicht finden können. Bei Dürer fand ich in den Briefe^ für die 2. Ps. Plur. von sollen und haben: ir send, ir hand; für die 2. Ps. Plur. von gehen: di gand.

Augsburg.

In Augsburg dagegen sind -end, -ent als Endungen sehr gelaufig, auch in der 2. Ps. Plur. Doch scheinen sie in der zweiten Halfte des XV. Jhts. den neuhochdeutschen Endungen Platz zu machen. Sie kommen aber in den Drucken noch haufig vor; v. Bahder (S. 18) fand sie in der 3. Ps. Plur. noch 1533, in den 2. Ps. Plur. noch 1560. Am festesten halt sich die Endung mit -d in den einsilbigen Formen: seind, hand, th&nd. Auch in Basel und in StraBburg wird noch im Anfang des 16. Jhts. die 2. und 3. Ps. Plur. auf -end neben -en gebildet.

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