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vnd ausgangen, die mit vleisse lese, vnd jnen jnn dem das anzunehmen vnd recht ist, nachfolge.

Vnder welchen wir etwan, des tewern (hochlöblicher gedecht«Us) Keiser Maximilianus Cantzelej vnd dieser zeit, D. Luthers schreiben, neben des Johan Schonsbergers van Augsburg druck, die emendirsten vnnd reinisten zuhanden komen sein, Besondern, wem sie mit vleis jnngrossirt, vbersehen vnd Corrigirt befunden werden, Darzu, aus jren Cantzleyen odder wercksteten Erstlich new ausgangen, Von andern vnuleissigen vnd vnueratendigen nicht anderwert vmbgeschrieben odder nach gedruckt sein."

MeichBner weist in seinem „Handbüchlin gruntlichs berichts, »echt vnd wolschrybens" vom Jahre 1538 nur auf die Bedeutung der Druckersprache hin: „Unnd dwyl in allen teutschen landen, an keiner art, die sprach so reyn, das nit etwas missgebruchs darin gefunden werd, sö ist zü raten, das man güter exemplar warneme, wie man deren yetzo vil im truck findt" BI. Vb (nach dem Exemplar der Erstausgabe in der Utrechter Universitatsbibliothek).

Über die Kanzleisprache des Kaisers spricht MeichBner nicht,

Frangks Zeugnis betreffs der MuStergültigkeit der kaiserlichen Kanzleisprache ist das erste, das in der Literatur zu finden ist. Socin nennt noch einen früheren Beweis für die kaiserliche Kanzleisprache bei Albrecht Kranz In der „Saxonia" (vgl. Socin a. a. O. S. 166), die vor 1517 verfaBt und 1520 zu Köln erschienen ist: „Superiores Oer man i et qui curiam sequuntur regis Romanorum." Dieser Satz beweist nur, daB man sich der Existenz einer kaiserlichen Kanzleisprache bewuBt ist, nichts für ihre Mustergültigkeit. „Die hochdeutsche und die Kanzleisprache des Kaisers werden bloB der niedersachsiscben gegenübergestellt"

Auch die Zeugnisse für die als mustergültig angesehene Sprache bei Paul (D. Or. I S. 124) datieren alle aus der Zeit nach Fabian Frangks Ausspruch.

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