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Zeit Wegen des Kaisertages. In den „Archivnoten" fiber verschiedene Vorkommnisse zur Zeit des Aufenthaltes Kaiser Friedrichs in Frankfurt hls zur Wahl König Maximilians" (30. Jan.—16. Febr* 1486) finden wir unter den Ausgaben wieder:

„item ifine die Römische cantzelly üij viriel" (F. R* II, 1 S. 431),

„hem ij florin hl die Römische cantzelly" (F.R. II, ï S. 442),

„Hem ij florin umb fische in die k e i s e r 1 i c h e cantzelly geschanclcr <F. R. II, 1 S. 444).

Die Urkunden gehen also aus der Kanzlei selbst hervor, wo der Kaiser sich auch befindet. Notare, welche die Konzepte entwerfen, Protonotare, die sie unterfertigen, begleiten ihn. Und das ist der Grund, weshalb die Urkunden alle dieselbe Sprache zeigen, nicht „eine vollstandige allseitige Kenntnis der Kanzleisprache des Kaisers im ganzen Reiche". Mit 'demselben Rechte hatten wir behaupten können, daB auch schon unter Sigmund eine derartige Kenntnis durchgedrungen ware. Vielmehr zeigt sich im XV. Jht., sowohl bei Sigmund als bei Friedrich und bei Maximilian, das Gegenteil. Alle an die kaiserliche Kanzlei gerichtete Urkunden zeigen den Dialekt des Ortes, der sie aufstellt, die aus den Niederlanden manchmal die französische Sprache.

Es ist folglich falsch, wenn Wülcker auf Orund dieser „vollstandigen allseitigen Kenntnis derselben bei den Schreibern", die nicht existierte, von dem „Ansehen" der kaiserlichen Sprache spricht.

Es >St nicht Wahr, daB Maximilian „die hl seines Vaters Kanzlei entstandene Sprache wahl te und dieselbe im Niederland für alle Urkunden und Schreiben, die von ihm ausgingen, einführte". Maximilian halte nichts zu „wahl en", er muBte einfach die Arbeit aufnehmen, die sein Vater hatte liegen lassen. Was halte er mit seiner österreichischen Kanzlei anfangen können ? Und „e i n z u f ü h r e n" hatte er auch nichts. Die Kanzlei seines Vaters besaB schon ihre eigne Sprache, in der sie schrieb, wo sie sith auch beland. Höchstens könnte man sagen, daB Maximilian sich diè Verbreitung des Deutschen im Niederland, wo

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