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§ 162.

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der Kriegführenden durch ihre Küstengewasser nicht beeintrachtigt wird Sollte eine Macht verlangen können, dass Prisen ihres eigenen Landes die durch ihre Küstengewasser geführt werden, f revzugeben sind, so würde ein solcher Anspruch sich nur darauf stützen können, dass durch das Passieren der Küstengewasser ihre Neutrahtat verletzt wird wie es tatsachüch geschieht, wenn innerhalb der Hoheitsgewasser ein Schiff, einerlei welcher Nationalitat, aufgebracht wird. Dass letzteres unzulassie ist . -ist ein allgemein anerkannter. . . ï Grundsatz des Völkerrechts. Bezüghch des blossen Durchfahrens der Küstengewasser ist aber in obigem Abkommen ausdrücküch das Gegenteü besünimt, und damit ist dem von der Reklamantin geltend gemachten Anspruch die Grundlage entzogen. - Die Richtigkeit dieser Ansicht ergibt sich auch aus den Verhandlungen der zweiten Haager Konferenz Bei Beratung des Art 23 . . • wurde ein Amendement eingebracht, nach welchem anerkannt werden soüte, dass eine neutrale Prise, die m einen Hafen ihres eigenen Landes gebracht wurde, frei sei. Diesem Abanderungsantrag ist wie die jetzige Fassung des Art. 23 ergibt, keine Folge gegeben worden [comp. cependant la décision Reserv inf ra] Wenn hiernach also nicht einmal dem Einbringen einer Pnse m einen Haf en ihres eigenen Landes die Wirkung beigelegt worden ist, dass die Prise frei wird so kann das noch viel weniger von dem blossen Durchfahren der Küstengewasser geiten Hierauf hat sich denn auch jenes Amendement nicht erstreckt.

(2) Pas plus que le passage dans des eaux neutres, le fait qu une prise y est aüee au mouülage n'opère sa libération.

Allemagne.

Reserv (865), vapeur suédois, faisant route de Gothembourg a Rouen et qui fut capturé et amené a Swinemunde par le Sund; pendant ce transport la prise fut contrainte par une brume a mouüler quelques heures en rade de Malmö, dans la mer territoriale de la Suède. È&bLm Die Berufungsklager bleiben dabei dass die Prise durch das Ankern auf der Reede von Malmö „ipso jure" frei geworden sei wobei sie davon ausgehen, dass das Ankern auf der Reede dem Einlaufen m den Hafen gtóchzuachten ist... - Es kann dahingesteüt bleiben, ob em neuker Staat wenn eine Prise seiner Nationahtat m einen seiner eignen Hafen getoacht wüd, aügemein oder unter gewissen Voraussetzungen befugt fst einer soïcnen Prise das Auslaufen zu verwehren und ihre Befreiung zu:bewirken, weü ihm nicht zugemutet werden kann, emen Akt der KriSuSg oder die Fortsetzung eines solchen Aktes gegen eigene sïatangehörige in seinem Staatsgebiet zu ^h^^lt^n sich nach denTunbestrittenen Tatbestand hier nicht. - Fur den von Sn Sungsklagern behaupteten Rechtssatz aber, wonach eme rechtewïkslm ToüzogL Aufbringung hinterher dmch das blosse BeruhrSSs Hafens des Heimatstaates, auch wenn die Pnse ungehindert

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