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§ 225.

§ 225. Allemagne.

(i) Le point de vue de la juridiction de première instance résulte du jugement concernant le Pass of Balmaha (246), navire battant pavülon américain, enregistré a New-York, arrêté en mer par un sous-marin aUemand le 24 juület 1915, a 120 müles marins de distance a 1'ouest des ües Hébrides. Le navire avait porté le pavülon anglais jusqu'au mois de janvier 1915, quand il fut cédé a une société américaine, qui 1'avait vendu de nouveau au propriétaire actuel également américain.

„Hinsichtiich des Schiffes handelt es sich um die Frage, ob das Schüf als feindhches anzusehen ist, da dasselbe nach Ausbruch des Kriegesim januar 1915 von der englischen zur amerikanischen Flagge übergegangen ist. Die m Betracht kommenden Bestimmungen sind Ziff 12 Pr O [voir § 3i8i*] und Art. 56 der Londoner Erklarung vom a&Februariax)' Was zunachst die FaUe der unwiderleglichen Vermutung angeht so ist mcht klargesteUt, ob einer dieser FaUe vorliegt Der Kaufvertrag welcher den Flaggenwechsel zur Folge hatte, fehlt. És lasst sich daher auch nicht ubersehen, unter welchen Bedingungen der Flaggenwechsel stattgefunden hat. Der vorgelegte (zweite) Kaufvertrag ist für die hier interessierende Frage ganzlich belanglos.

Die Prisenordnung bringt noch scharfer als die Londoner Erklarung zum Ausdruck, dass der Uebergang eines Schiffes von der feindhchen zu einer neutralen Flagge nach Kriegsausbruch nur dann dem Schiff den Charakter emes neutralen Schiffes verleihe, wenn dieser Uebergang nut dem Kriege mchts zu tun hat; wenn der Uebergang erfolgt aus Grimden, welche kernen Bezug auf den Krieg haben

Hierbei legt das Prisengericht die Bestimmung i2a Pr. O. dahin aus dass es mcht ausschbesshch auf die Ueberzeugung des Kommandanten des Kriegsschiffes ankommt, wie der Wortlaut sagt [comp. aussi S 71] sondern dass das Prisengericht nachzuprüfen hat, ob der Kommandant des Kriegsschiffs bei sachgemasser Erwagung zu dem Resultat hatte kommen mussen, dass der Flaggenwechsel auch ohne Ausbruch des Krieges erfolgt ware Nach der Bestimmung der deutschen Prisenordnung wnd danach zu fordern sein, dass die nötigen Papiere an Bord des neutralen Schiffes sein müssen, aus denen der Kommandant des Kriegsschiffes bei der Anhaltung die obige Ueberzeugung erlangen kann. Diese Papiere waren mcht an Bord, wie sie auch jetzt noch nicht vorgelegt sind Fur irrig erachtet das Prisengericht den Gedankengang der Rekïamantm, dass es gegenüber der Bestimmung der Pr. O. und der Londoner kTTI a ankomme, ob die Erwerber des Schiffes die Absicht gehabt haben, dem Deutschen Reiche Waren zuzuführen. Aus dem Wortlaute der Bestimmung lasst sich ein solcher Sinn nicht herausinterpretie^n'r;^ngenS-1St daS ^isengericht auch nicht davon überzeugt, dass die Reklamantm beim Erwerb des Schiffes die Absicht gehabt habe

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