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§ 557.

Pr.O. könne auch deshalb keine Anwendung finden, weil das Schiff zur Zeit der Anhaltung noch nicht unter dem Chartervertrag gelaufensei, da dieser nach §§ i und 26 der in zweiter Instanz überreichten Urschrift dés Vertrages erst mit der Uebergabe des ladebereiten Schiffes in einem Hafen der englischen Ostküste in Wirkung treten soUte. Hieran ist soviel richtig, dass aUerdings privatrechtlich die Charter noch nicht begonnen hatte, d.h. dass die Verpflichtung der Firma Furness, Withy & Co. gegenüber der Reklamantin erst zu dem angegebenen Zeitpunkte einsetzte. Dieser privatrechtUche Gesichtspunkt kann hier aber nicht entscheidend sein. Die Sache liegt vielmehr so, dass das Schiff auf der Reise nach England begriffen war, um den Chartervertrag zu erfüUen, d.h. Um sich an der Ostküste Englands dem Charterer unmittelbar zur Verfügung zu stellen. Der einzige Grund und Zweck der Reise war die Erfüllung des Vertrags, der das Schiff auch zur Vornahme dieser Reise verpflichtete. Wie der Fall zu beurteden ware, wenn das Schiff erst für einen weiter hinausliegenden Zeitraum gechartert gewesen ware und sich bei der Anhaltung auf einer hiermit in keinem Zusammenhang stehenden selbstandigen und unverfanglichen Frachtreise bef unden hatte, braucht nicht erörtert zu werden. Hier liegt der Fall anders und auf ihn muss die Ziff. 55 c. Pr.O. Anwendung finden. Der betreffende Abschnitt der Prisenordnung handelt von den schwereren FaUen der neutraUtatswidrigen Unterstützung, die angeführte Zifter insbesondere von einer Unterstützung der feindlichen Regierung durch Gewahrung von Frachtraum. Der ausgesprochene Zweck der Ziff. 55 c ist also, die Vermehrung des Schiffsraumes des Feindes durch Mieten neutraler Schiffe zu verhindern. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, hatte die neutraütatswidrige Unterstützung im vorliegenden FaUe bereits begonnen, indem der Dampfer Island ohne Ladung nach England fuhr, um dort die Charter anzutreten. Es kann einer laiegführenden Macht unmöglich zugemutet werden, dass sie ein an ihren Feind vermietetes Schiff, welches sie in ihre Hand bekommen hat, wahrend es auf der .Fahrt zum Antritt des Vertrages sich befindet, wieder freüasst, weil der eigentliche Chartervertrag im Sinne des Privatrechts noch nicht begonnen hat."

Autriche-Hongrie.

Halil (278), voilier de nationalitê incertaine (albanaise ?), capturé le 3 janvier 1916 par un sous-marin austro-hongrois près du cap Mender, entre Antivari et Scutari, oü il naviguait en exécution d'une charge du gouvernement ennemi du Monténégro. II était douteux, si 1'accomplissement de cette charge se faisait de plein gré, c.a.d. en vertu d'un contrat de fret normal, passé oralement ou par écrit, ou bien s'il avait lieu par suite de contrainte de la part du gouvernement monténégrin. Dans la première hypothèse le voüier devait être réputé coupable d'assistance hostile, a cause d'affrètement total par un gouvernement ennemi, et confisqué comme

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