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§ 659.

„Alle über den Sachwert zur Zeit der Beschlagnahme hinausgehenden Ansprüche gehören in das Gebiet des Schadensersatzes.... Auch Aenderungen des Marktpreises der beschlagnahmten Güter können unter Umstanden für die Frage des Schadensersatzes von Bedeutung sein. Ein Ersatz für den Unterschied zwischen dem Werte der Güter zur Zeit der Beschlagnahme und dem spater gestiegenen (deutschen) Inlandspreise, wie ihn die Reklamanten beanspruchen, wird sich adlerdings auch aus diesem Gesichtspunkte nicht begründen lassen. Denn der Schadensersatzanspruch, den die Prisenordnung im Einklange mit den Grundsatzen des Völkerrechts gewahrt, bezieht sich nm auf den Schaden, der durch eine ungerechtfertigte Beschlagnahme verursacht ist [voir § 583 et ss.]. Hier handelt es sich dagegen nicht um einen solchen Schaden, sondern umgekehrt um einen Gewinn, den die Reklamanten aus der Beschlagnahme und der damit verbundenen Verbringung der Waren ins Inland (Deutschland) für den Fall der Freigabe der Güter erwartet haben [les chargements de café et de cacao en question avaient été saisis a bord d'un vapeur danois voyageant de Copenhague a Londres, oü les prix de ces articles n'avaient point ou guère augmenté] und für dessen Entziehung sie Ersatz verlangen.

Das Prisengericht hat mit Recht angenommen, dass es für einen solchen Anspruch an jeder rechtiichen Grundlage fehlt. Auch Rücksichten der Büligkeit sprechen nicht für den Standpunkt der Reklamanten, da diese bei Zugrundelegung des von dem Prisenamt festgestellten Wertes im gegebenen FaUe zweif eUos alles erhalten werden, was sie bei der Einleitung der von ihnen unternommenen Handelsoperation als deren Ergebnis erwarten konnten."

Dans le même sens : Lestris, n°. 2 (1008).

De même, dans 1'affaire Thorsten, n°. 2 (598), la com des prises a nié le bien-fondé de la demande des propriétaires neutres d'un chargement d'allumettes suédoises, saisies pendant lem transport de Gothembomg a Newcastle, tendant a ce que 1'Etat allemand lem remlt la valeur du chargement d'après le prix de marché aUemand a 1'époque de la saisie.

„Hinsichtiich der Wertbemessung für die inzwischen der Marineverwaltung überwiesenen Streichhölzer hat die Berufungsklagerin.... ausgeführt, die vom Prisenamt vorgenommene Wertfestsetzung unter Zugrundelegung des deutschen Preises ausschliesslich ZoU sei unberechtigt, es müsse vielmehr der Preis für importierte schwedische Ware zugrunde gelegt werden.... — Einen Anspruch auf Erstattung des Wertes, den Streichhölzer um die fragliche Zeit in Deutschland hatten, haben die Reklamanten .... nicht. Mit Recht hat deshalb das Prisenamt von dem geschatzten Wert der Streichhölzer den deutschen Eingangszoll abgesetzt. Aus dieser Massnahme ergibt sich auch, dass das Prisenamt seiner Wertfestsetzung of f enbar auslandische, und zwar, wie am nachstett liegend, schwedische Ware zugrunde gelegt hat. Dadurch werden aber

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