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§ 669.

1909 über das Seekriegsrecht. Nach der jener Erklarung beigegebenen Erlauterung (Abs. 4) hat man bei der Beratung die Frage aufgeworfen, ob zu unterscheiden sei zwischen dem mittelbaren und dem unmittelbaren Schaden, der dem Schiffe und der Ware erwachst. Man hat es jedoch für zweckmassiger gehalten, der Prisengerichtsbarkeit freie Hand bei Festsetzung der geschuldeten Entschadigung zu lassen, die je nach den Umstanden verschieden sein werde, und deren Betrag nicht im voraus durch allzu genaue Regeln begrenzt werden dürfe.

In der internationalen Praxis, wie sie seit dem Spruche des Genfer Schiedsgerichts im Alabamastreit in zahlreichen Fallen übereinstimmend befolgt worden ist, werden bei Reklamationen wegen Schaden, die den Angehörigen eines Staates entstanden sind, und für die ein anderer Staat verantwortiich gemacht wird, Schadensersatzansprüche nicht berücksichtigt, die mit dem schadigenden Ereignisse nur in mittelbarem Zusammenhange stehen oder aus dem Verluste künftiger, mehr oder weniger hypothetischer Gewinne hergeleitet werden.

Hiervon ist auch beim Schadensersatz nach Prisenrecht auszugehen. Bei den Verhandlungen der Londoner Konferenz ist dies, ohne Widerspruch zu finden, von deutscher Seite betont worden, wenn auch hinzugefügt würde, dass die Rechtsprechung jenen Grundsatz nicht mit übertriebener Strenge zur Anwendung zu bringen haben werde.

Im vorliegenden Falie beruht die Schadensberechnung der Reklamantin.... lediglich auf der hypothetischen Annahme bestimmter Gewinne, die das Schiff wahrend der Zeit, in der es in Hamburg f estgehalten wurde, durch eine Reihe von Fangreisen hatte machen können. Die Ausführung dieser Reisen und die dabei zu erzielenden Gewinne waren aber von so vielen Zufaüigkeiten abhangig, dass sie nicht als Grundlage für die Schadensfestsetzung dienen können .... [Pour ces motifs la cour d'appel n'examine pas les articles individuels du compte des pertes, mais elle fixe le montant de la somme k allouer „unter Berücksichtigung aller Umstande des Falies nach ihrem freien Ermessen."]

Dans le même sens : Liesbeth Betty (389).

Dans 1'affaire du Gamma (1004) la Cour de Berlin eut k statuer, e.a., sur une demande des armateurs dudit navire neutre (néerlandais) iUégalement détruit, en paiement, en plus du „Sachwert", d'une somme pour perte de fret pendant une année:

„Posten 2 (Entgangener Gewinn für 1 Jahr). Dieser Forderung fehlt es zunachst schon an der nötigen Substantierung, weü in keiner Weise dargetan ist, warum die Entschadigung gerade für 1 Jahr und in Höhe von 600 f 1. für den Tag verlangt wird. Schon aus diesem Grunde musste die Zurückweisung der Berufung hinsichtiich dieses Postens erfolgen [comp. § 114, sub (1), a)]. Aber auch noch eine andere Erwagung führt zu demselben Ergebnis. Zwar ist früher in einzelnen Fallen [z. B. in der Sache Sydney Albert (216)] Entschadigung für Zeitverlust, der durch nicht gerechtfertigte prisenrechtiiche Massnahmen verursacht worden ist, zugesprochen worden. Es ist dabei ausdrückhch gesagt worden, dass

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