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§ 670.

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gen sei, was bei objektiver Beurteüung der Sachlage als Folge der unberechtigten prisenrechtiichen Massnahme anzusehen sei. Es sei daher unerheblich, ob der Kapitan ohne Verschulden annehmen durfte, der Verkauf des Schiffes sei notwendig gewesen. Nach einem in erster Instanz. eingegangenen Gutachten von Hamburger Sachverstandigen sei dies nicht der FaU gewesen.... Die Berufung der Reederei rügt in erster Linie, dass der Vorderrichter die Beweislast hinsichtiich der Ursachen und der Höhe des zu ersetzenden Schadens unrichtig beurteüt habe. Er habe ferner, da er ein Verschulden des Kapitans in dieser Beziehung selbst nicht annehme, das Ergebnis des in Chüe vorgenommenen Verkaufs des Schiffes als Grundlage der Schadensberechnung anerkennen müssen und sich nicht auf das Gutachten der Hamburger Sachverstandigen stützen durf en....

(Dem Vorderrichter ist) darin beizutreten, dass nur derjenige Schaden zü ersetzen ist, der sich objektiv als eine Folge der prisenrechtiichen Massnahme darsteUt, und dass hierzu nach Lage der Sache der Schaden nicht zu recbnen ist, der nur in dem Verkauf des Schiffes seine TJrsache hat. Wenn es richtig ist, dass das Schiff trotz der erlittenen Beschadigungen noch reparaturwürdig war, so sind nur die Kosten, die durch die Reparatür entstanden waren, eine wirkliche Folge des schSdigenden Ereignisses.

Der Verkauf des Schüfes beruht alsdann auf einem selbstandigen Entschluss des Kapitans, zu dem er durch ein unzutreffendes Gutachten der Sachverstandigen in Antofagasta veranlasst worden ist. DiesesGutachten war keine Folge des Verhaltens der deutschen Seestreitkraf te gegenüber dem Schiffe, und ist vom Deutschen Reiche nicht zu vertreten.

Als ein neues Ereignis unterbrach es den ursachlichen Zusammenhang zwischen dem durch den Verkauf entstandenen Schaden und der Schadensursache.... [voü pour le reste les considérants détaülés de la cour]."

Voir aussi le jugement Elida, n°. 2 (282):

„2. Einen Betrag von 3600 Mk. fordert die Reklamantin für die Beschadigung von AnkerspiU und Winde. Der Schaden wird darauf zurückgeführt, dass das Schiff auf Anordnung des Kommandanten auf 15 Faden Tief e habe Anker werf en müssen; infolge des Wasserdrucks sei dann beim Auf winden des Apkers die Wmde gerissen und die Ankerspüle beschadigt. In Uebereinstünmung mit dem kaiserlichen Kommis-sar war dieser Anspruch abzuweisen, denn ein Ankerwerfen auf 15 Faden Tiefe muss jedes ordnungsmassige Ankerzeug abhalten können. Wenn die Winde infolge desWasserdrücks gerissen ist, so kann dies nur entweder auf unsachgemasse Hantierung oder auf eine mangelhafte Beschaffenheit des Ankergerats zurückgeführt werden. Als eine Folge der Beschlagnahme, für die das Reich aufzukommen hat, können die Wükungen dieser mangelhaften Einrichtung oder Handhabung nicht angesehen werden."

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