Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

IIQ9

§ 698.

habe, dass er zu solchen spanischen Hafen zurückkehren werde, welche der deutsche Of f izier ihm angeben würde. Darin liege, so wird ausgef ührt, dass der Kapitan sich bereit erklart habe, die Konterbande dem Kommandanten zu überliefern, und daher hatte der Kommandant von der Aufbringung des Schiffes absehen müssen ....

Unrichtig und mit den sonstigen Angaben der Reklamantin in Widerspruch stehend ist die von dem Vertreter des Reklamanten in der Verhandlung aufgestellte Behauptung, dass der Schiffer sich bereit erklart habe, die Konterbande auszuliefern oder über Bord zu werfen. Sie ware auch mit der Tatsache nicht in Einklang zu bringen, dass das Salz dem Schiffe als Ballast unentbehrlich war. Uebrigens ware auch der Kommandant nicht gehalten gewesen, darauf einzugehen; denn nach Ziff. 46 Pr. O. kann zwar der Kommandant in solchem Falie von der Aufbringung des Schiffes absehen, aber er muss es nicht. In Wahrheit ging die Behauptung der Reklamantin dahin, dass der Schiffer sich bereit erklart hatte, unter Verpfandung seines Ehrenwortes das Salz nach einem neutralen Hafen zu bringen. Das ist selbstverstandlich nicht dasselbe."

Villareal (1219) : „Am 24. Februar 1918 wurde der spanische Dampfer Villareal mit Stückgütern auf der Reise von spanischen Hafen nach Casablanca und Teneriffa von einem deutschen Unterseeboot angehalten und nach Vernichtung der für Casablanca bestimmten Ladungsteüe [comp. § 623] wieder entiassen, um die Reise nach Teneriffa fortzusetzen."

Dans 1'affahe du pétroiier-citerne a vapem néerlandais Antwerpen (858), la com d'appel s'est piononcée comme soit :

H Sodann meint (die Reklamantin), der Kommandant habe auf

das Anerbieten des Kapitans, die Ladung über Bord zu pumpen, eingehen müssen, weil dadurch das Ziel, dass die Konterbande nicht nach Feindesland gelange, ebenso erreicht worden ware wie durch Versenkung des Schiffes.... Abgesehen davon, dass ein solches Anerbieten nach dem eignen Vorbringen der Berufungskiagerin gegenstandslos war, wed alsdann das Schiff nicht mehr seetüchtig gewesen ware, bestand auch eine tatsachliche Unmöglichkeit für den Kommandanten, dem Erbieten Folge zu leisten, weü er ohne sich der Gefahr der Entdeckung durch feindliche Streitkrafte auszusetzen, unmöglich so lange bei dem Schiffe bleiben konnte, bis das Auspumpen der sehr erheblichen Ladung beendet war, zumal — wie die Aussage des Kapitans vor dem holiandischen Konsul in Plymouth ergibt — die Antwerpen sogleich bei Sichtung des UBootes drahtiose HUferufe ausgesandt hatte. Endlich hatte auch nach dem Auspumpen das Schiff wegen Konterbandetransports der Einziehung unterlegen. Zwar kann nach Ziff. 119 Pr. O. ein Kommandant, wenn er glaubt, ein aufgebrachtes Schiff weder einbringen zu können, noch versenken zu sollen, es freüassen [comp. § 720]. Eine Verpflichtung so zu handeln, ist aber dem Kommandanten nicht auferlegt und ein Anlass, es hier zu tun, war bei der klaren Sachlage in keiner Weise gegeben."

Sluiten