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Rheinische Urkundenstudien

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und die Annales Rodenses

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unvollstandig. Beilage 17 = Kn. 1051. — Angebl. Original Rolduc.

1178 April 25. Erzbischof Philipp von Köln. Ernst VI S. 156 = Kn. 1099. Original Rolduc

Von diesen 20 Urkunden liegen sechs in unanfechtbaren Originalen vor: das Privileg des Papstes Calixt II. Jaffé 6961 l); die Urkunde des Erzbischof Friedrich I. Kn. 231, deren Schreiber auch zahlreiche andere Urkunden dieses Erzbischofs für die verschiedensten Empfanger mundiert hat2); und ferner die unter sich gleichhandigen Urkunden des Herzogs Gottfried Fr. 19 und des Erzbischofs Philipp Kn. 1055, Kn 1154») und Kn. 1099.

Die Schrift der Urkunde des Bischofs Otbert von Lüttich von 1108 Fr. 1 kann nicht dem ersten Viertel des 12. Jahrhunderts angehören; es ist eine um mehrere Jahrhunderte jüngere Nachzeichnung. Der erste Schaft des n ist stellenweise nach rechts umgebrochen (commorantium Z. 3; tenent, quantum Z. 4), ebenso das r (rode, honore Z. 2; commorantium Z. 3); es erscheint mancbmal in der linearen, gewöhnlich aber in der langen Form, die jedoch aus der kurzen mehr als einmal erst nachtraglich hergestellt ist (ratione Z. 7; contingere Z. 10; libertatem Z. 11). Der Schaft des f steht mancbmal auf der Zeile auf (famulantibus Z. 8, facientes Z. 9). Die Ligatur & ist gewöhnlich interlinear, hat aber einmal einen Aufsatz (scilicet Z. 4). Auffallend ist auch die Kürzung don9, döni (Z. 4, 11 und letzte Zeile) neben domn9 (Z. 1). Die Datierung von den Worten ,Data est hec cartula' ab ist nachgetragen, aber von derselben Hand, wie die a'uch im Kontext (De cetero Z. 10) sich findende Form des D zeigt.

Die Urkunde des Bischofs Adalbero von Lüttich von 1140 Fr. 4 ist in einer der Buchschrift nahestehenden Minuskel von ein eiHand, aber von der Mitte der 10. Zeile, das heiBt von den Worten ,quos ipse cum consilio fratrum admiserit' ab mit schwarzerer Tinte geschrieben. Die Schrift ist nicht einheitlich. Das g und das m

1) Verkleinertes Faksimile in dem Werk von R. Corteu, Rolduc in Woord en Beeld (1902) S. 80. -

2) Vgl. oben S. 35.

3) Kn. 1154 ist von Ernst VI S. 151 sehr unvollstandig gedruckt. Nach ,in perpetuum' folgt eine von Ernst weggelassene Arenga: Cum ea que veritatis tenore ab aliis gesta sunt, ipsa nos veritate monente roborarè compellimur, multo magis ea, que per nos facta, immo restaurata sunt et ad ecclesias pauperum Christi pertinere noscuntur, scripto nostro firmare, ne in posterum mutentur, debemus. Die Worte .quinto post hoe factuin anno' stehen nicht wie Ernst angibt am SchluB, sondern mitten in der Narratio: Cum vero de hac douatione discordia inter predictam Rodensem ecelesiam et fratrem meum Gozwinum, qui medietatem allodii predioti Rei'neri ab Arnoldo filio fratris eius Meineri quinto post hoe factum anno susceperat et usque ad filium eius Gozwinum hec discordia duraret. Damit eutfallt der Ansatz der Urkunde zu 1180; die iu der Datierung erwahnte Kirchweih zu Bergheini hat 1175 stattgefnndeu.