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Die Landsknechte

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C. Das Heerwesen Karls des Kühnen und seine Heeresreformen nach der Schlacht bei Granson (1476).

Es ist nun die Frage zu erórtern, ob nicht Karl der Kühne selbst vielleicht aus diesen Schlachten, die er mit den Schweizern schlug, seine Lehren gezogen und den Alnfang mit der Umwaffnung und Neuordnung des FuBvolkes gemacht hat.

Nicht lange vor den Burgunderkriegen, im Jahre 1471, hatte der Herzog seine Ordonnanzkompagnièn eingerichtet. Nach Delbrück gab er ihnen feste Unterabteilungen, ursprünglich 10 : 10 Lanzen, spater 4 „escadres", die wieder in 4 „chambres" zü 6 Lanzen zerfielen. Die sechste Lanze ist diejenige des „chef d'escadre". „Die Lanze hatte nicht bloB Reiter und Schützen, sondern auch FuBknechte: sie zahlte einen Ritter, einen Coustillier, einen Pagen, drei berittene Bogner und einen Alrmbruster, einen Couleuvtinier (Feuerschützen) und einen SpieBer zu FuB, das sind 9 Köpfe, wozu nicht seiten mehrere Freiwillige treten." „Neben der Einteilung nach Lanzen aber führte Karl noch die Teilung nach Waffen durch, die in der Praxis des Krieges doch auch nicht seiten erforderlich wurde, und schlieBlich erlieB er sogar eingehende Reglements, in denen Oefechtsübungen vorgesChrieben wurden." In diesem Heere „ist der Ritter der Kampfer und alle anderen nur Nebenwaffen". Nur dadurch, daB Karl beginnt, „die Waffengattungen zu trennen", schafft er ein Moment, das in die Zukünft zeigt. So ist nach Delbrück die Lanze innerhalb der Ordonnanzkompagnie doch nur ein „verfeinertes Mittelalter, namlich das Bestreben, in den Mischkampf, die Unterstützung der Ritter durch' die Nebenwaffen, eine gewisse Ordnung und Führung zu bringen"1.

Wenn man nun die Berichte dier mailandischen Qe-

1. Delbrück, Kriegskunst BdL 3 S. 534—37.