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Der antike Prosarhythmus

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doch eine geschmacklose Übertreibung (anders Gudemann). Gudemann hat die Metrik des Dialogus nicht verstanden; für die gelaufige Untersuchungsmethode ist es interessant zu lesen, was er, 365, sagt: »Und doch hat er (Tacitus), was sehr beachtenswert, nicht nur in den in seinen Geschichtswerken eingestreuten Reden, sondern auch in dem aus Rede und Gegenrede bestehenden Dialog auf jeden irgendwie gesetzmafiigen Numerus vërzichtet, wie ich auf Grund einer eigenen, sorgfaltigen Untersuchung — mit Bornecques Zahlen war nichts anzufangen — konstatieren kann.« Publikation der Ergebnisse ware sehr erwünscht, besonders um zu wissen, wie er sich mit der Haufigkeit der Formen und

« (die erstere ist im Dialogus noch haufiger als bei

Cicero) abgefunden hat.

Ich breche jetzt die Besprechung der Metrik des Tacitus ab, weil ich hier ebensowenig wie sonstwo eine eingehende Darstellung zu geben beabsichtigte und sich weitere Einzelheiten leicht aus den Tabellen ablesen oder durch neue -Statistiken ermitteln lassen.

Wir haben also gesehen, dafi sich die Geschïchtschreibung der republikanischen Zeit (Calius Antipater, Sisenna, -Sallust, Livius) der hellenistischen Metrik gegenüber ablehnend verhalten hat. Vom ciceronianischen Standpunkt kann man diese Prosa als unmetrisch bezeichnen. Der Gegensatz .zwischen metrischer und nicht metrischer Prosa ist also nicht mit demjenigen zwischen Asianismus und Attizismus identisch, sondern er geht mit demjenigen zwischen Historiographie und Beredsamkeit parallel. Daher werden wir jetzt die Beredsamkeit und verwandte Genera, also die metrische Prosa der Republik, betrachten und im Anschlufi daran, die Reaktion dagegen (Brutus usw.), die ich als die antimetrische bezeichnen möchte und die mit dem sogenannten Attizismus der klassischen Zeit zusammenhangt.

Ich sprach von »dem sogenannten Attizismus». Zwar haben wir uns seit dem berühmten Aufsatze von Wilamowitz (Asianismus und Attizismus, Hermes 1900, 1 ff.) daran gewöhnt, den Ausdruck Asianismus als ein Schlagwort im Kampf der damaligen Parteien zu betrachten. Dafi dies richtig