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De servitute antiqua et religione Christiana capita selecta

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servos nominatos esse nominibus barbaris, aut nominibus, quae gentem, bonas artes, omen, interdum heroes indicarent, aut nominibus, quae per iocum inderentur, homines tarnen liberos nomina composita („Vollnamen") gessisse, quae in servis non invenirentur, etsi nomina gentilia aut iocularia ingenui quoque haberent. „Wir sind also berechtigt, im 5. Jahrhundert in Atüka einen Mann, der nach dem Ethnikon eines barbarischen Volkes heisst, oder einen Heroennamen führt, für einen Sklaven zu halten. Ebenso tragen Sklaven oft ihre heimischen Namen weiter. Ein Mann dagegen, der einen vornehmen Vollnamen tragt, ist mit ziemlicher Sicherheit ein Freigeborener. Alle anderen Namensgruppen, die irgendeine Eigentümlichkeit des Namensinhabers zum Gegenstande ihrer Aussage machen, fSind beiden Schichten der athenischen Gesellschaft gemeinsam" 1).

Nomina, quae IV°, III0, 119 saecuhs a. C. n. in Attica inveniuntur, una ex parte eadem sunt, quae ad id temporis indebantur, sed alia nomina etiam ab hominibus in historia nobilibus sumebantur, quae tarnen et ingenui et servi promiscue gerebant. Praeterea servi nominibus deorum minorum et notionibus universis appellari coepti sunt. Cives plerumque nomina composita gerebant, quibus etiamtum interdum servi praediti erant; contra ingenui quoque nominibus heroum vocabantur. „Wir kommen also für diese Zeit zu dem Resultate, dass die Vollnamen Eingang gefunden haben in die Reihen der Sklaven, anderseits wird es von den freien Athenern nicht mehr verschmaht, Heroennamen sich beizulegen. Nun treten die Benennungen nach historischen Persönlichkeiten, nach abstrakten Begriffen und nach Gottheiten auf, von denen die erste Gruppe beiden Gesellschaftsklassen gemeinsam ist, die Götternamen bei den Sklaven überwiegen, wahrend die zweite Gruppe fast ausschliessüch für Sklaven und Sklavinnen reserviert bleibt. Wie in der ersten Zeitperiode bleiben dem Unfreien allein die Benennungen nach barbarischen Volksstammen vorbehalten, beiden Gruppen der Bevölkerung gemein sind die Widmungsnamen, die mit Götternamen zusammengesetzten Vollnamen und alle Arten von Spitznamen" 2).

Aetas imperatoria, quod ad servos, discrimen non praebet, si confertur cum temporibus superioribus. Nomina tarnen, quae ad id tempus plerumque a servis solis gerebantur, ingenuis quoque obveniunt. „Es gibt also vom ersten Jahrhunderte n. Chr. G. an keinen einzigen Namen mehr, der einém freigeborenen Menschen zu unvornehm ware. Dem Sklaven ist schon langst kein Name mehr verwehrt, also gibt ës eigentlich

J) O. L p. 74. 2) 0.1. p. 76.