Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

496 HET LAND VAN ZARATHUSTRA

sie geboren ist und aus dem sie niemals ausscheidet. Die Kinder, die sie zur Welt bringt, gehören daher diesem Verbande an, d. h. sie stehen unter der Aufsicht ihres mütterlichen Groszoheims oder der Brüder ihrer Mutter, und beerben daher diese. Eine derartige Ordnung kann also rechtlich wohl den Begriff des Ehemanns kennen — falls die geschlechthche Verbindung eine feste rechthche Form angenommen hat —•, aber nicht den des Vaters; ein rechthches Verhaltnis zwischen dem Erzeuger und seinen physischen Kindern existiert nicht, sondern statt dessen ein rechthches Verhaltnis zwischen dem Mann und den Kindern seiner Schwester. Bei solcher Ordnung haben die Frauen nicht nur im Geschlechtsleben, sondern auch rechtlich eine weit freiere Stellung, da das Erbrecht ihrer Kinder an ihnen haftet; das eheliche Verhaltnis kann alsdann sehr lockef sein, so dasz die Forderung der Keuschheit der Frau ganz unbekannt ist und die Verhaltnisse sich der Promiscuitat nahem, die daher in unseren Berichten oft ganz in den Vordergrund tritt; bei anderen Stammen dagegen mag es sich immer fester gestalten, so dasz das „Mutterrecht" nur noch in den für die Kinder geitenden Bestimmungen, vor allem im Erbrecht, rudimentar fortlebt. Vielfach führt das dazu, dasz die Ehe regehnaszig im engsten Kreise der Blutsverwandten geschlossen wird (die sogenannte Endogamie), dasz, wie in Aegypten, die Ehe zwischen Bruder und Schwester dominierend wird — alsdann wird der Gatte auch rechtlich zum Vater seiner Kinder, aber nicht als Erzeuger, sondern als mütterhcher Oheim." (p. 21—22). Vgl. ook K. Sethe, „Das Fehlen des Begriffs der Blutschande bei den alten Agyptern".

AEGYPTISCHE OUDHEDEN

Gij zijt dol-hunkerend naar een Aegyptische oudheid. Ge ziet een prachtig-blauwe vaas met groene weerschijnen, met een Anubiskop-deksel... pas op, het is imitatie van

Sluiten