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367 1663 September 11

deputiren, inmittelst begert man von vorigen collecten nachrichtung.

6. Zum 6. Dahr einige einwohnere der Gemeine ableibig und begraben werden sollen, die uberbleibende aber keine Leychpredig begeren noch belohnen konnen, so sollen die Predigere die begrebnus und glockenschlag im geringsten nicht verbiethen, ungeacht auch, ob sie darumb nit angesprochen wehren.

7. Zum 7. Weilen sich auch befinden, dasz die Prediger einige Leuth vom H. Abentmahl abgewiesen, darusz folgende groszer Unwill entstanden, dergestalt, dasz die Prediger sich hinder das Consistorium zu bergen genotiget werden, alsz sehet das Consistorium vor notig ahn, weilen sie die Verantwortung uber sich nehmen sohen, das auch keinen ohne ihr consent und unerhort abgewiesen werden moege.

8. Weilen auch vorgesteren im consistorio, dahr doch der Kierspelsgliedere unterscheidhche abwesent waren, von Pastor Cochio einen goltgl. zu unterhalt der Predigere, Wittwen und Waisen gefordert worden, und aber die ahnwesende consistoriales mehrentheilsz, solches anderer gestalt nit, als vor einmahl verstanden haben, alsz fugt man denselben solches nachrichtlich zu wiszen, mit dem Zusatz, das man euren jahrhchen Erblast, diesertwegen uber die Gemeine ein zu fuhren nit mechtig noch willig seye, sondern mit Beybringungihrer Prediger salaritgnugsam zu thun haben.

9. Wie dan auch dieser Kirchenverfolg nit an gehorigem orthe in der Kirchen beyhanden, sondern das alte consistorialbuch vor einiger Zeit von dem Pastoren Leuneschlosz ausz handen vomehhgen Kirchenmeister Petern Kirchhoff und Clemensen Wolffertsz unter dem Vorwant, dasz seines Vatters s(eliger) handt nit woU zu leszen, er dieselber abschreiben, und folgentz wiederumb einheberen wollen, abgefordert worden, er Leuneschlosz aber solches bisz hieher nit wiederumb einbracht, ungeacht er vielfaltig darumb an gehalten worden, alsz wirtt begert, das er solches mit aller ihme wisziger Kirchenhchthcher Nachrichtung bey Predigers glauben, originahter einheberen woüe.

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