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Tertullian De anima

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wer wird offenbaren, was Gott geheim gehalten hat? Woher muss man es ausforschen? Daher, wo man auch im Falie des Nichtwissens ganz sicher ist. Es ist besser etwas durch Gott nicht zu wissen, weil er es nicht geoffenbart hat, als es durch einen Menschen zu wissen, weil der es aus sich selbst vermutet hat.

2. i. Wir werden zwar nicht leugnen, dass manchmal die Ansichten der Phüosophen mit unserer Lehre überemgestimmt haben. Gerade für die Wahrheit ist ihr Erfolg ein Zeugnis. öfters stösst man auch bei einem Sturm, wenn die Spuren am Himmel und im Meere verwischt sind, durch einen glücklichen Irrtum auf einen Hafen, öfters wird auch in der Finsternis durch das blinde Glück Aus- und Eingang gefunden. Aber auch durch die Natur wird sehr vieles an die Hand getan, sozusagen durch den Gemeinsinn, den Gott der Seele huldvoll als Mitgüt gab. 2. Dieses Gemeinsinnes hat sich die Phüosophie bemachtigt zum grosseren Ruhm ihrer eigenen Kunst und ihn aufgeblasen aus Begeisterung (es kann nicht Wunder nehmen, wenn ich das so sage) für eine Beredsamkeit, die darin erzogen ist, alles behebige zu beweisen und zu widerlegen, und die mehr durch Reden als durch Lehre überzeugt. Sie legt den Dingen eine Regel auf; das eine Mal setzt sie sie gleich, das andere Mal steüt sie sie für sich, aus Gewissem schliesst sie auf Ungewisses, beruft sich auf Beispiele, wie wenn die zu einem Vergleich Anlass gaben, gibt für aües Vorschriften, obwohl die Eigenschaften auch bei ahnlichen Dingen verschieden sind, lSsst nichts für die göttliche Wirkung übrig, und erhob ihre Meinungen zu Naturgesetzen. Dies aües würde ich ertragen, wenn die Phüosophie selbst als naturgemass zu erweisen ware aus dem Grande, dass sie durch gleichartige Beschaffenheit an der Natur teühat. 3. Zwar meinte auch sie aus sogenannten heiligen Schriften geschöpft zu haben, weil die alteste Zeit die meisten SchriftsteUer selbst zu Göttern oder wenigstens zu göttlichen Wesen erhoben hat, wie den agyptischen Merkur, auf den Platon sich besonders eingesteüt hat, wie den Phrygier Süen, dem, als er von den Hirten Zu ihm geführt wurde, Midas seine grossen Ohren üeh, wie Hermotimus, den die Klazomenier nach seinem Tod mit einem Tempel beschenkten, wie Orpheus, wie Musaus, wie Pherekydes, den Lehrer des Pythagoras. Wie ware es aber, wenn die Phüosophen auch solche in die Hande bekommen haben, die bei uns durch die Erkenntnis, dass sie apokryph sind, verdammt sind, weil wir fest entschlossen sind, nichts aufzunehmen, was nicht mit den echten und schon eine sehr lange Zeit früher entstandenen prophetischen Büchern übereinstimmt? Denn wir gedenken auch der Lügenpropheten und der in noch viel früherer Zeit abtrünnig gewordenen Geister die auch in dergleichen schlauen Erfindungen