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Tertullian De anima

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nichts weiter zuerwagen. Er hat seinen eigenen Namen und seinen eigenen Ketzer erhalten. Für den weiteren Stoff werde ich hier anfangen.

4. 1. Nach der Bestimmung ihres Ursprungs unterliegt das Wesen der Seele der Untersuchung. Wenn wir anerkennen, dass die Seele aus dem | Hauch Gottes entstanden ist, so folgt daraus, dass wir ihr einen Anfang zuschreiben würden. Diese Möghcbkeit schhesst Platon aus: er behauptet die Seele sei ungeworden und ungemacht. Wir lehren im Gegenteil dass sie sowohl entstanden als gemacht ist, durch die Bestimmung ihrer Entstehung Wir haben auch nicht gleich einen Irrtum begangen wenn wir beides sagen wed namhch zwischen „geworden" und „gemacht" ein Unterschied bestehen solle, mdem das erste nur den Lebendigen zukommt. Die Unterschiede aber besitzen, wenn sie auch ihre bestimmten örter und Zeiten haben, öfters auch die Wechselbeziehung des Gemeinsamen. Deshalb kann auch „gemacht sein" fur ,ans_Leben gesjgtzt-sein" gesteUt werden, weü namhch aües, was in irgend einer Weise die Existénz erlangt, erzeugt wirdja, auch der Macher selbst kann Erzeuger des Gemachten genannt werden' m dieser Weise gebraucht auch Platon das Wort. Deshalb ist, soweit es unseren Glauben über die Seele betrifft, ob sie gemacht oder erzeugt ist die Meinung des Phüosophen beseitigt, auch durch die AutoritSt der Prophetie.

5- 1. Nun mag er einen Eubulus zu Hüfe rufen und Kritolaus und Xenokrates und Aristoteles, der in diesem Punkte Platons Freund ist Vielleicht werden sie sich noch mehr ausrüsten, der Seele die Körperhchkeit zu nenmen, wenn sie nicht andere als ihre Gegner sehen und zwar mehrere, die die Existenz emes Seelenkörpers verteidigen. 2. Und nicht nur die meme ich, die sie aus sichtbaren Körpern bilden, wie Hipparch und Herakht aus Feuer, wie Hippon und Thales aus Wasser, wie Empedokles und Kntias aus Blut, wie Epikur aus Atomen, wenn auch die Atome durch ihren Zusammenstoss einen Körper aufbauen können, wie Kritolaus und seme Penpatetiker aus irgend einer fünften Substanz (wenn auch die ein Körper ist, weü sie Körper einschhesst) sondern auch die Stoiker führe ich an, die, wenn sie die Seele auch Odem nennen, fast genau so wie wir (denn Hauch und Odem sind eng verwandt), uns doch sehr leicht von der Körperhchkeit der Seele überzeugen werden. 3. Zenon endlich, der die Seele als einen uns eingeborenen Odem bestimmt, büdet seinen Syüogismus tolgendermassen: Dasjenige, sagt er, nach dessenAustritt der Mensen stirbt ist die Seele; es stirbt aber der Mensch nach dem Austritt des eingeborenen Odems: also ist der eingeborene Odem die Seele. Der eingeborene Odem