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Tertullian De anima

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standiger sei; aber auch wenn die Seele schon vorher geflohen ist beim letzten Schwerthieb, so werden, damit der Körper mcht auch dem Eisen entronnen sei, nichtsdestoweniger die Kehle und der Bauch durchbohrt, die Rippen durchstochen und so die Vergeltung für seine eigene Schandtat geübt. Darauf wird der Körper dem Feuer übergeben, damit die Strafe sich auch auf die Bestattung ausdehne: in anderer Weise ist es letzten Endes nicht gestattet. Und dennoch ist die Sorgfalt bei der Verbrennung nicht so gross, so dass andere Tiere die Resten noch finden: jedenfaUs werden weder die Gebeine geschont noch wird der Asche etwas geschenkt, die mit Nacktheit zu bestrafen ist. 6. So schwer ist bei den Menschen für Mord die Bestrafung, genau so gross wie die Erhabenheit der Natur selbst, die geracht wird. Wer würde nicht die weltliche Gerechtigkeit bevorzugen, von der auch der Apostel bezeugt, sie sei nicht vergebens mit dem Schwerte bewaffnet und die durch ihr Wüten zum Vorteü der Menschheit Verehrung verdient? Wenn wir auch der Bestrafung der sonstigen Verbrecher gedenken, der Galgen, des lebendig Verbrennens, der Sacke, KraUen und Felsen — wem ware es da nicht vorteilhaft vor dem Richterstuhl des Pythagoras und Empedokles sein Urteü zu erleiden? 7. Denn auch diejenigen, die mit Zwangsarbeit und Sklavendiensten zu bestrafen sind, und deshalb jedenfaUs in die Leiber von Eseln und Maultieren verwiesen werden — wie werden die sich über die Tretmühlen und Wasserschöpfrader freuen, wenn sie wieder an die Minen, Arbeitshauser, Zwangsarbeiten und auch an die Kerker (wenngleich da nicht gearbeitet wird) denken! In derselben Weise suche ich bei denjenigen, die durch eine tadeUose Lebensweise ihr Leben dem Richter empfahlen, nach Belohnungen, finde aber vielmehr Strafen. Selbstverstandlich ist es eine grosse Belohnung für die Guten, in irgendwelche Tiere versetzt zu werden. 8. Ein Pfau gewesen zu sein erinnerte sich Homer nach dem Traum des Ennius; aber den Dichtern würde ich selbst nicht glauben, wenn sie wach sind. Und wenn ein Pfau auch wunderschön ist und mit allen denkbaren Farben geschmückt, so gefaUt doch seine Stimme nicht und stumm sind seine Federn: die Dichter aber tun nichts heber als Singen. Die Verwandlung in einen Pfau was für Homer eine Verdammung, nicht eine Ehre. Mehr wird er sich über die Belohnung dieser Welt freuen, indem er als der Vater der Wissenschaften, die den Menschen zieren, betrachtet wird; also hat er heber, dass sein Ruf geschmückt wird, als dass er einen schmucken Schweif erhalt. 9. Sage mal, gesetzt, die Dichter gehen in Pfaue oder Schwane über (wenn die Schwane wenigstens eine schone Stimme haben), welchen Tierleib wirst du dem gerechten Aakus umhangen? In welche Bestie wirst du einen so tadeUose Frau wie Dido stecken? Welchen Vogel werden die Geduldigen, welches Vieh die Reinen, welchen Fisch die Schuldlosen zugewiesen bekommen? Alle sind sie des Menschen Diener, ihm untertan, ihm zu Eigentum übergeben.