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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Clan chas zu beiden Seiten des Vilcamayu, etwas mehr als ioj Kilometer von Cuzco entfemt. (Report by Polo de Ondegardo, S. 152).

Ebenso berichtet Femando de Santillan, Prasident der königlichen Audiencia von Lima, in seiner Relacion del orlgen, descendencia, politica y gobiemo de los Incas (S. 15),1) dass erst der Inkaherrscher Capac Yupanqui (der fünfte in der Reihe der Inkaregenten) mit erwahnungswerten Eroberungen begonnen habe.

Auch der bereits im ersten Kapitel erwahnte Pedro Sarmiento de Gamboa berichtet an verschiedenen Stellen seines Werkes (Kapital XIII, XV, XVI), dass Manco Capa seine Landerwerbung auf den allernachsten Umkreis von Cuzco beschrankt habe. Selbst Lloque Yupanqui, der dritte Inkaregent, und Mayta Capac, der vierte, seien mit ihren Eroberungen nur wenig über das alte Cuzco-Gebiet hinausgelangt.

Derselben Ansicht ist der Jesuitenpater Bernabé Cobo in seiner Historia del Nuevo Mundo (III. Band, S. 148). Erst Mayta Capac, der vierte Inkaherrscher, habe, so erzahlt er, damit begonnen, das Reich durch Eroberungen etwas über die alten Grenzen hinaus auszudehnen, die es unter seinen Vorgangem, den ersten drei Inkaherrschern, gehabt habe.

Damit stimmt Pedro de Cieza de Leon überein, der in

>) Lizentiat Femando de Santillan studierte die Rechte und Theologie in Spanien und trat darauf in den Jesuitenorden ein, worauf er im Jahre 1568 mit einer Anzahl Otdensbrüder unter Führung des Provinzials Jeronimo Ruiz Portillo nach Amerika ging. Dort trat er in den Dienst des Vizekönigs und wurde zum Richter und Vorsitzenden der Audiencia von Lima, des höchsten peruanischen Gerichtshofes, ernannt. Wann er sein Werk geschrieben hat, ist mir nicht bekannt. Gedruckt wurde das Manuskript zunachst nicht. Erst 1879 hat es Don Marcos Jiménez de la Espada im Auftrag des spanischen Unterrichtsministeriums herausgegeben (in den Tres Relaciones de Antigüdades Peruanas). Seine hohe Stellung bot Santillan Gelegenheit, sich gründlich über die Rechtsanscbauungen und Rechtsinstitutionen der Inkazeit zu unterrichten. Ungleich manchet anderen spanischen Berichterstatter nahm er die Aussagen und Erzahlungen der Indianer nicht einfach als wahr hin, selbst dann nicht, wenn sie ihm glaubhaft schienen, sondern suchte durch weiteres Nachfragen bei anderen Indianem und durch kritisches Abwagen ihrer Auskünfte den Dingen auf den Grund zu kommen.