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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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seiner Crónica del Peru (II. Teil, Kapitel 31) mitteilt, dass ihm auf seine Fragen die Indianer über die ersten Inkaregenten sehr wenig zu berichten gewusst hatten, — aus dem einfachen Grunde, weil diese Herrscher gar keine grossen Taten vollbracht hatten. Erst Capac Yupanqui, der fünfte Inkaherrscher, und dessen Sohn könnten Eroberer genannt werden.

Die erste Periode der Inkaherrschaft

Gehen auch die Meinungen dieser Chronisten über die Leistungen der ersten Inkaherrscher auseinander, so sind sie sich doch darüber einig, dass selbst noch im zweiten, dritten Jahrhundert nach der Besitzergreifung Cuzcos das Inkareich nur eine Art Stadtstaat war und sich wenig über das Cuzcotal hinaus erstreckte.

Damit soll nicht gesagt sein, dass die ersten Inkaregenten still und friedlich in Cuzco gesessen haben. Sie waren meist eifrig bemüht, ihr kleines Reich zu erweitem und Cuzco auszubauen; aber grosse Eroberungszüge haben sie nicht unternommen, aus dem einfachen Grimde nicht, weil ihnen dazu die Kriegsmannschaften fehlten. Sie suchten daher auch, als sie sich schliesslich zu Einfallen in angrenzende Gebiete entschlossen, unter den Nachbarstammen Hilfstruppen zu werben, indem sie ihnen Geschenke überreichten und reiche Anteile an der zu erwartenden Beute verhiessen. Da die im weiteren Umkreis wohnenden Stamme seit langem in Feindschaft miteinander lebten, gelang es den Inkas auch wiederholt, fremde Streitkrafte zum Mitkampf heranzuziehen. Besonders wussten sie die Canas und Canches, zwei südlich von ihnen am Vilcamayu sitzenden Stamme, zur Unterstützung zu bewegen (Polo de Ondegardo, Report, S. 1 jz). Selbst Pachacutec Yupanqui, der neunte in der Reihe der Inkaregenten, nahm, als er gegen Usco-Vilca, den Oberhauptling der Chancas, auszog, vorher Hilfstruppen aus dem Stamme der Canches in Dienst.